Winterkörung Redefin: Drei Reitpferde- und vier Shetlandponyhengste gekört

Winterkörung Redefin: Drei Reitpferde- und vier Shetlandponyhengste gekört

Bei der Winterkörung am 23. Januar im Landgestüt Redefin wurden den Kommissionen sieben Reitpferdehengste, ein Pinto, ein Deutsches Reitpony, ein Welsh A Pony und sechs Shetlandpony Hengste zur Bewertung vorgestellt. Von diesen 16 Hengsten wurden drei Reitpferde und vier von den sechs Shetlandponys gekört. 

Zwei der gekörten Reitpferde Hengste sind springbetont gezogen, einer hat eine dressurbetonte Abstammung. 

Mit der Katalognummer 1 stellte Springreiter Ronny Sauer aus Lübz, der in Goldberg eine Reitanlage betreibt, einen dreijährigen Schimmelhengst vom Niederländer Chaman aus der Prinzessin Oldb von Prinz Oldenburg und der Gilde von Guido vor, der gekört wurde. Derzeit noch mit schwarzbrauner Jacke versehen, ließ der 169cm große Hengst besonders am Sprung seine sportlich erfolgreichen Vorfahren erkennen. Chaman ist der Balou du Rouet-Sohn, mit dem Ludger Beerbaum international so überaus erfolgreich war (Lebensgewinnsumme 1.827.417 Euro). 

Den zweiten Springvertreter, der gekört wurde, stellte Harm Thormählen aus dem holsteinischen Kollmar aus. Er hat den 171cm großen vierjährigen Schimmel mit Cero I aus einer Capo x Acord II Stute gezogen. Den Calido- Sohn Cero I hat Harm Thormählen ebenfalls selbst gezogen und ihn als jungen Hengst an das Landgestüt Redefin verpachtet. Daniel Wascher (Redefin) brachte Cero I 2005 in den Sport. 12 seine 46 Sportnachkommen tragen den Mecklenburger Brand. Von diesen ist Cera die Erfolgreichste, die Ulrich Prehl (Altkamp) gezogen hat, von seinem Sohn Hannes hocherfolgreich bis Klasse S geritten wurde und nun ihren Hafer in Aserbaidschan frisst.  

Der dritte gekörte Reitpferdehengst ist ebenfalls vierjährig und dressurbetont gezogen. Josef Kathmann aus dem oldenburgischen Hausstette, der in den 1960er Jahren den Selle Francais-Sohn Furioso II aus Frankreich nach Deutschland holte, der in Oldenburg eine ganze Pferdedynastie gründete und wesentlichen Anteil daran hatte, dass der schwere Oldenburger zum modernen Sportpferd wurde, stellte den braunen Sohn des Halbblüters Licotus als Züchter aus. Er hat den 168cm großen, ausgesprochen bewegungsstarken Hengst mit der Elite-Stute Neaquida von Rolls Royce x Furioso II gezogen.  

Von den vier gekörten Shetlandponyhengsten hatte der dreijährige Prinzo von Weiß den Körplatz in Redefin schon im November gesehen. Damals wurde der 83cm große Cc’s Pinocio x Lector x Gold Star Sohn aus der Zucht von Manolito Weiß (Hamburg) nicht gekört. Ausstellerin Jana Lojewski (Schieren) legte Widerspruch ein und diesmal erhielt der deutlich weiterentwickelte Graufalbe den Zuspruch der Widerspruchs-Kommission. 

Frank John aus Bernitt stellte den von ihm gezogenen vierjährigen Tarek J aus. Er trägt die Farbe Red Roan (so nennt man einen Fuchs mit weißen Stichelhaaren) und hat durchweg Vorfahren, die dem Lager der Mini Shetlandponys entspringen. Der Vater ist Toby, Mutter die Titania von Tamino x Puschkin. Selbst mit 82cm etwas aus der Minigröße herausgewachsen (Minis sind maximal 78 cm groß), überzeugte auch dieser Hengst in der Bewegung. 

Die zwei weiteren gekörten Hengste sind als Mini-Vertreter eingetragen. Axel Eilers (Westerstede), mit drei Hengsten vertreten, stellte den von Frauke Siebrecht gezogenen dreijährigen Rappschecken Devil vom Ellerbrook aus. Vater des 78cm großen Rappschecken ist der in den Niederlanden gezogene Dries, Mutter die Staatsprämienstute Cassiopeia von Mignon Orlando x Seaspur Custard. Axel Eilers bekam auch seinen 79cm großen dreijährigen Hengst Harakiri vom Ellernbrook gekört, der ebenfalls von Frauke Siebrecht gezogen wurde. Der Braunschecke stammt ab von Hurrican aus der Rien ne va plus von Firlefanz x Harlequin Empereor. (Franz Wego) 

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