Titelverteidigung geglückt – Jannis Drewell holt Weltcupsieg

Titelverteidigung geglückt – Jannis Drewell holt Weltcupsieg

Der 26 Jahre alte Jannis Drewell aus Gütersloh hat zum zweiten Mal nach 2017 das Finale im FEI World Cup™ Vaulting gewonnen. In Dortmund musste Drewell dabei auf ein fremdes Pferd “umsteigen”, auf den Mecklenburger Wallach Claus, der eigentlich Viktor Brüsewitz durch den Weltcup trug. Weil Diabolus, sein vierbeiniger Sportpartner kurzfristig ausfiel und den Vet-Check nicht passieren konnte, halfen Brüsewitz und Longenführerin Gesa Bührig aus.

 

“Also das habe ich bei einem großen Championat glücklicherweise noch nie gehabt, das ich auf ein fremdes Pferd umsteigen musste”, so Drewell, der sich auf den strahlenden Schimmel Claus blitzschnell einstellen musste und dieser sich auch auf ihn. “Die Griffe waren ein wenig anders, aber das haben wir alles hin bekommen”, so Drewell, “das was hier passiert ist, zeigt aber auch wie es im Voltigiersport zugeht, wir helfen uns alle gegenseitig. Ein Riesendank an Viktor und Gesa, die mir die Möglichkeit gegeben haben, hier meinen Titel zu verteidigen.” Claus ist “von Beruf” eigentlich Springpferd, hat sich jedoch als veritabler Partner für den Voltigiersport entpuppt, wie Longenführerin Gesa Bührig berichtete.

 

Für Drewell war das Weltcup-Finale in Dortmund – praktisch vor der Haustür – der erste Saisonhöhepunkt, der zweite folgt im September mit den Weltreiterspielen im US-amerikanischen Tryon. Die Konkurrenz ist groß, nicht nur weil auch der zweitplatzierte Franzose Clement Taillez mit Dyronn und Longenführer Cedric Cottin dorthin wollen, sondern weil allein die deutschen Voltigierer im Felde stark sind. Mit Jannik Heiland aus Garbsen, der unter der Regie von Winnie Schlüter mit Highlander in Dortmund beim Weltcup-Finale antrat und Platz drei belegte, ist nur einer von ca. sechs deutschen Spitzenvoltigierern für die Weltreiterspiele benannt. Die Qualifikation haben sie alle noch vor sich mit neuem Kürprogramm….

 

Kristina Bröring-Sprehe und Desperados FRH “rocken” die Westfalenhalle

“Ich glaub das ist hier sein Turnier”, lacht Kristina Bröring-Sprehe. Er ist Desperados FRH und mit 79,85 Prozent gewann der Hannoveraner Hengst mit seiner Reiterin nach dem Grand Prix nun auch den Meggle Preis, den Grand Prix Special. Hochzufrieden war seine Reiterin: “Er hat sich jung, fit und frisch angefühlt, er will ja immer arbeiten – zuhause und auch beim Turnier”, so Bröring-Sprehe. Nach einem Jahr Grand Prix-Pause schaute die Reiterin vorher lieber nochmal ins Aufgabenheft, um wieder in den Grand Prix-Modus zu kommen. Zufrieden war auch Bundestrainerin Monica Theodorescu: “Dass der Hengst fit ist, war zuhause ja schon klar, trotzdem muss man dann immer schauen ob beide nach der langen Pause, ihre Leistung auch problemlos wieder bei einem Turnier abrufen können.”

 

Spannend war es in Dortmunds Westfalenhallen jedoch auch wegen der Konkurrenz. Therese Nilshagen aus Schweden ritt den Oldenburger Hengst Dante Weltino auf Platz zwei, Weltcup-Finalist Daniel Bachmann Andersen aus Dänemark pilotierte den Zack-Sohn Blue Hors Zepter, der erst neun Jahre alt ist, auf den dritten Platz. Sowohl die Schweden, als auch die Dänen dürften zu den Konkurrenten der deutschen Dressurreiterinnen mit Blick auf die Weltreiterspiele in Tryon zählen. Monica Theodorescu sieht das durchaus als Vorteil: “Immer mehr gut gerittene Pferde, das ist insgesamt gut für den Sport und vielfach ist es ja auch in Deutschland erworbenes Know-How, das in anderen Ländern zur Anwendung kommt.”

 

Ergebnisübersicht SIGNAL IDUNA CUP

 

24 Meggle Preis, Grand Prix Special

1. Kristina Bröring-Sprehe (Dinklage), Desperados FRH, 79,85 Prozent

2. Therese Nilshagen (Schweden), Dante Weltino OLD, 75,66

3. Daniel Bachmann Andersen (Dänemark), Blue Hors Zepter 73,39

4. Fabienne Lütkemeier (Paderborn), Fabregaz 72,80

5. Tatyana Kosterina (Russland), Diavolessa VA 71,34

6. Uwe Schwanz (München), Hermes 70,61

 

FEI World Cup Final Vaulting – Male/ Herren

1. Jannis Drewell (Steinhagen), Claus (Gesa Bührig), 8,797

2. Clement Taillez (Frankreich), Dyronn (Cedric Cottin), 8,723

3. Jannik Heiland (Garbsen), Highlander, (Winnie Schlüter), 8,570

4. Viktor Brüsewitz (Braunschweig), Claus (Gesa Bührig), 8,517

5. Lukas Heppler (Schweiz), Arcadi van de kapel (Monika Winkler), 8,517

6. Balász Bence (Ungarn), Landgold (Krisztina Villanyi), 6,237

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