Drei deutsche Dressurreiter beim Weltcup-Finale

Drei deutsche Dressurreiter beim Weltcup-Finale

Warendorf (fn-press). Die deutschen Dressurreiter dominieren weiterhin ihre Disziplin. Das wird anhand der Weltrangliste deutlich – allein sechs deutsche Reiter-Pferd-Kombinationen sind unter den Top-Zehn zu finden, insgesamt elf unter den Top-25 – und auch beim Blick auf die Ergebnisse der Hallensaison. Diese endet in gut einer Woche mit dem Weltcup-Finale in Paris. Drei deutsche Reiterinnen treten vom 11. bis 15. April mit ihren Pferden in der französischen Hauptstadt an.

In der Weltrangliste liegt Isabell Werth (Rheinberg) jetzt mit Weihegold OLD auf Platz eins, mit Emilio auf zwei und mit Don Johnson FRH auf sechs. Die 48-jährige aktuelle Team- und Einzel-Europameisterin war als Vorjahressiegerin ohnehin gesetzt für das Weltcup-Finale. In Paris will sie nach aktuellem Stand mit der erfahrenen Oldenburger-Stute Weihegold starten. Mit ihrer Olympia- und EM-Partnerin gewann Werth im November die Weltcup-Turniere in Stuttgart sowie im Januar in Amsterdam. Mit dem Westfalen Emilio gab es Siege in s‘Hertogenbosch, Lyon und Stockholm. Isabell Werth gewann das Weltcup-Finale bereits dreimal – 1992 mit Fabienne, 2007 mit Warum Nicht FRH und 2017 mit Weihegold OLD.

Zweimal durfte sich auch Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) schon über einen Podestplatz freuen – die 32-Jährige belegte 2015 und 2016 jeweils Rang drei im Weltcup-Finale. Auch in der laufenden Hallensaison war sie mit ihren Spitzenpferden Unée BB und Zaire-E erfolgreich. In Herning, Stuttgart, Salzburg, Amsterdam und s’Hertogenbosch platzierte sie sich stets unter den Top-Sechs. Letztlich sammelte sie 62 Weltcup-Punkte und fährt damit als Dritte des Rankings nach Paris. Im vergangenen Jahr wollte sie mit Unée BB die Reise zum Weltcup-Finale in Omaha (USA) antreten, doch der Hengst zeigte kurz vor dem Abflug Kolik-Symptome, sodass von Bredow-Werndl auf die Reise verzichtete. In diesem Jahr setzt sie erneut auf den routinierten, 17-jährigen KWPN-Hengst.

Eine Premiere feiert Dorothee Schneider (Framersheim) in diesem Jahr – sie hat sich zum ersten Mal in ihrer Karriere für das Weltcup-Finale qualifiziert. Die 49-jährige Team-Olympiasiegerin, -Europameisterin und Weltranglistensiebte gewann mit ihrem DSP-Wallach Sammy Davis jr. die Qualifikation in Salzburg (AUT), zwei weitere zweite Plätze und ein vierter Platz ließen das Punktekonto auf 72 anwachsen. Somit schloss Schneider die Qualifikationsphase auf Platz zwei hinter dem Schweden Patrik Kittel (74) ab.

Drei Fragen an Dorothee Schneider:

Wie bereiten Sie sich und Sammy auf das Weltcup-Finale vor?
Erstmal freue ich mich unheimlich auf mein erstes Weltcup-Finale. Ich bin mächtig stolz auf Sammy und darauf, dass wir es unter die drei besten Deutschen und an zweite Stelle des Weltcup-Rankings geschafft haben. Sammy hat vier tolle Qualis abgeliefert und ist momentan fit und motiviert. Das gilt es jetzt zu erhalten, um mit einem gesunden, durchlässigen und engagierten Pferd in diese tolle Stadt zu reisen. Auch wenn ein Weltcup-Finale mit das Größte ist, was man im Pferdesport erreichen kann, heißt das nicht, dass wir im Training jetzt ganz viel anders machen als sonst.

Sie können schon jetzt auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken. Macht Sie der Gedanke an ihr erstes Weltcup-Finale trotzdem noch nervös?
Natürlich ist es etwas Besonderes, deshalb fahre ich auch mit einem positiven Gänsehaut-Feeling nach Paris. Kalt lässt mich das nicht, aber ich freue mich einfach drauf und möchte versuchen unseren tollen Sport zu zelebrieren. Ich denke, wenn man sich gut vorbereitet, braucht man auch nicht nervös zu sein. Sammy lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen und strotzt vor Selbstbewusstsein. Er ist eher eine Rampensau und genießt den Applaus. Sammy weiß, dass er schön ist und präsentiert sich gerne, er konzentriert sich aber trotzdem auf das Wesentliche.

Mit welchen Zielen fahren Sie nach Paris?
Meine Devise ist immer das Bestmögliche zu geben und eine möglichst fehlerfreie Runde zu zeigen. Was am Ende dabei herauskommt steht auf einem anderen Blatt. Ich fände es klasse, wenn wir es unter die Top-Fünf schaffen. Aber im Pferdesport gehören eben immer zwei Lebewesen dazu, die eine Symbiose eingehen möchten. Wenn das gut läuft, wir beide fit und konzentriert bleiben, dann können wir auch vorne mithalten.

Am Freitag, 13. April, steht um 15.30 Uhr für alle 18 qualifizierten Dressurreiter der Grand Prix auf dem Programm. Am Samstag folgt um 14 Uhr die Grand Prix Kür, in der alle Reiter antreten dürfen, die im Grand Prix ein Ergebnis von mindestens 60 Prozent erreicht haben. Die Punkte aus der Qualifikationsphase werden nicht mit nach Paris genommen. Alle Informationen zum Weltcup-Finale finden Sie hier: www.feiworldcupfinals-paris.com jbc

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