Sperrbezirk eingerichtet – Infektiöse Anämie in Hagenow

Sperrbezirk eingerichtet – Infektiöse Anämie in Hagenow

(Hagenow) Die EIA – Infektiöse Anämie – hat in einem Stall in Hagenow zugeschlagen. Das betroffene Pferd wurde nach der positiven Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut eingeschläfert. Weitere Pferde im gleichen Stall wurden negativ getestet. Wie der Landkreis Ludwigslust-Parchim mitteilte, ist in einem Radius von einem Kilometer rund um den Betrieb ein Sperrbezirk eingerichtet worden. Soll heißen: Pferde, bzw. Einhufer innerhalb dieses Radius dürfen den Bezirk nicht verlassen und es darf auch kein Pferd aus diesem Sperrbezirk heraus. Eine Aufhebung der Sperre kann frühestens in drei Monaten erfolgen, sofern ein zweiter Test kein Positiv-Ergebnis zeigt, also auch kein Pferd erkrankt ist.

 

Infektiöse Anämie –  ansteckende Blutarmut der Einhufer – trat 2017 in verschiedenen Teilen Deutschlands gehäuft auf, in Mecklenburg-Vorpommern gab es seit Jahrzehnten keinen Fall mehr. Übertragen wird die hochansteckende Krankheit hauptsächlich durch blutsaugende Insekten. Die Übertrgung von Pferd zu Pferd setzt engen Tierkontakt voraus. Die akuten Symptome bei erkrankten Pferden sind Fieber, Apathie, Schwäche, Staxie oder auch Herzarrythmien. Trächtige Stuten können einen Abort erleiden oder lebensschwache Fohlen auf die Welt bringen. Bitter: in etlichen Fällen treten keine Smptome auf, die Pferde sind allerdings klinisch gesunde Virenträger und können als Infektionsquelle dienen. Bislang gibt es weder Impfstoffe, noch eine wirksame Behandlungsmöglichkeit. Stall – und Weidehygiene können helfen, die Verbreitung einzudämmen. In der Mai-Ausgabe von Mecklenburger Pferde beschäftigen wir uns ausführlich mit dem Thema Hygiene.

 

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