Siege für Köln-Dünnwald und Janika Derks

Siege für Köln-Dünnwald und Janika Derks

Ermelo (fn-press). Ein deutliches Ausrufezeichen der deutschen Voltigierer für die Saison 2018: Die Equipe von Bundestrainerin Ulla Ramge und Disziplintrainer Kai Vorberg hat beim CVI im niederländischen Ermelo zwei der 3*-Disziplinen gewonnen. Das Team NORKA des VV Köln-Dünnwald siegte – wie schon im Vorjahr – bei den Teams. Bei den Damen sicherte sich (ebenfalls wie 2017) Janika Derks (Nievenheim-Ueckerath) das oberste Podest. Die schwarz-rot-goldenen Junioren waren beim ersten großen Aufeinandertreffen der Sommersaison nicht zu schlagen und gewannen alle vier Haupt-Wettbewerbe.

Mit drei Tagessiegen machten die Rheinländer aus Köln-Dünnwald ihren Sieg in Ermelo perfekt. Nach dem Triumph in der Pflicht legte die Mannschaft um Longenführer Patric Looser auf dem Pferd Picardo zwei Kürsiege nach. Dabei präsentierten die amtierenden Europameister erstmals auf internationaler Bühne ihre neue Kür zum Thema „Now you see me“. Im Gesamtergebis siegten die Favoriten mit 8,272 Punkten vor dem Team Fredenbeck vom Landesverband Hannover. Die Mannschaft von Longenführerin Gesa Bührig, die in der Vorwoche einen verletzungsbedingten Ausfall hatte und kurzfristig personell umbauen musste, beendete das CVI mit Wizaro mit 8,004 Punkten.

Bei den 3*-Damen gelang der deutschen Equipe ein Dreifach-Triumph. Das oberste Podest sicherte sich Janika Derks. Die Athletin vom RSV Neuss-Grimlinghausen, die vor allem bei ihrem Pflichtauftakt (8,448) überragte, stand mit ihrer Longenführerin Jessica Lichtenberg und ihrem Pferd Carusso Hit nach drei Durchgängen bei 8,205 Punkten. Damit verwies die 28-jährige Physiotherapeutin die amtierende Deutsche Meisterin Sarah Kay (Münster/8,179) mit Sir Valentin (Longe: Dina Menke) sowie Europameisterin und Weltcup-Siegerin Kristina Boe (Hamburg/8,125) mit Don de la Mar (Winnie Schlüter) auf die weiteren Plätze. Es war nach 2016 und 2017 bereits der dritte Erfolg für Derks in Ermelo. Corinna Knauf aus Köln voltigierte mit 7,961 Zählern auf Rang fünf, Pauline Riedl aus Neuss – die zu Beginn mit ihrer Pflicht auf Platz zwei rangierte – beendete das Turnier auf Rang neun (7,757).

Bei den Herren siegte der Franzose Lambert Leclezio, der 2016 den WM-Titel für Mauritius eingefahren hatte, mit souveränen 8,747 Punkten. Bester deutscher Starter war Thomas Brüsewitz auf Rang zwei. Der Sportstudent aus Köln turnte auf dem Rücken von Danny Boy und longiert von Patric Looser zu 8,311 Punkten und verwies damit den Schweizer Lukas Heppler auf Platz drei (7,951). Sein Bruder Viktor Brüsewitz (Wulfsen) beendete das CVI auf Rang vier (7,855), Sportsoldat Miro Rengel (Köln) landete auf Platz sieben (7,43). Die beiden deutschen Kader-Athleten Jannis Drewell (Vorjahres-Sieger) und Jannik Heiland mussten ihre Teilnahme am Turnier bereits im Vorfeld aufgrund von Verletzungensproblemen absagen.

Im Pas-de-Deux siegten die Europameister Silvia Stopazzini und Lorenzo Lupacchini aus Italien (8,853). Für das beste deutsche Ergebnis sorgten Jasmin Glahn und Mara Marschall (7,402) vom Landesverband Rheinland-Pfalz auf Rang fünf.

Für ein goldenes Wochenende sorgten die Junioren. Die Weltmeister aus Nordheim (Baden-Württemberg) voltigierten mit ihrem Erfolgspferd Humphrey Bogart und Longenführerin Andrea Blatz zu 8,033 Zählern und verwiesen damit das Juniorteam Krumke aus Sachsen-Anhalt auf Platz zwei (7,731). Bei den Damen setzte sich die Deutsche Vizemeisterin Fabienne Nitkowski vom Landesverband Rheinland mit ihrer Longenführerin Iris Schulten und ihrem Pferd Dantez an die Spitze des Feldes (8,231), gefolgt von Alina Roß (Mecklenburg-Vorpommern/8,08) und der Nordheimerin Mara Xander (7,991). Bei den Junior-Herren unterstrich Philipp Stippel vom Verein Haus Getter (Westfalen) seine hervorragende Form auf dem Rücken von Sir Valentin (8,03), gefolgt von Simon Stolz (Rheinland-Pfalz/7,556). Im Pas-de-Deux siegten die Berliner Diana Harwardt und Peter Künne an der Longe von Hendrik Falk mit Sir Laulau (8,081).

Bundestrainerin Ulla Ramge (Warendorf) zog ein positives Fazit nach dem ersten großen internationalen Turnier der Saison. „Wir haben sehr gute Leistungen von unseren Voltigierern gesehen. Viele Athleten sind bereits in sehr guter Verfassung und machen auf mich einen sehr guten Eindruck, was in Anbestracht des Qualifikationsweges für die Championate aber auch wichtig ist. Die Ergebnisse lassen mich insgesamt sehr zuversichtlich auf die Saison blicken. Wir haben aber auch an der einen oder anderen Stelle ganz konkret sehen können, wo wir nun in der weiteren Arbeit anknüpfen müssen.“ FN/Daniel Kaiser

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