Preis der Besten 2018: „Super Wetter, toller Sport und gute Stimmung“

Preis der Besten 2018: „Super Wetter, toller Sport und gute Stimmung“

Warendorf (fn-press) „Super Wetter, toller Sport und gute Stimmung.“ Turnierleiter Carsten Rotermund blickt zufrieden auf den Preis der Besten zurück. Rund 300 Nachwuchsreiter und -voltigierer bevölkerten am Wochenende das Gelände im und um das Bundesleistungszentrum des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) im Warendorfer Norden, 15 Mal wurde der Titel des Besten vergeben. „Es war auf allen Plätzen etwas los. Fast so etwas wie ein kleines Bundeschampionat“, so Rotermund.

„Der Preis der Besten ist ein schönes Turnier, ich freue mich jedes Jahr riesig darauf“, sagte Lea-Sophia Gut. Denn hier trifft die Ponyspringreiterin aus dem baden-württembergischen Biberach nicht nur Freunde aus ganz Deutschland, sondern kann vor allem den Bundestrainern ihr Können beweisen. Seit 31 Jahren ist der Preis der Besten in Warendorf ein wichtiger Meilenstein für die deutschen Nachwuchsreiter in Richtung Europameisterschaften. Für Lea-Sophia Gut und ihr Pony Salvador IV hätte es kaum besser laufen können. Am Sonntag gewannen die beiden das Finalspringen, den Titel der „Besten“ musste sie in ihrer Altersklasse (U16) einer westfälischen Reiterin überlassen. Mit zwei zweiten Plätzen in den beiden Wertungsspringen setzte sich Bo Chiara Gröning aus Waltrop mit ihrem Pony Chessy durch. Bereits ihren fünften Besten-Titel sicherte sich Justine Tebbel (Emsbüren). Sie siegte mit Lycon bei den Jungen Reitern (U21). Bei den Children (U18) war es der 14-jährige Mick Haunhorst (Hagen a.T.W.), der mit Conquest oben auf dem Treppchen stand und bei den Junioren setzte sich Hannes Ahlmann (Reher) mit Nerrado in einem spannenden Finale durch. „Im Springen waren die Starterfelder in diesem Jahr etwas kleiner als in den Vorjahren, dafür war die Qualität der Starter aber außerordentlich hoch. Das Bewusstsein für die in Warendorf gestellten Ansprüche ist gewachsen. Nur mal zum Probieren fährt keiner mehr hierher“, resümierte Bundestrainer Peter Teeuwen. Die Zuschauer kamen aber dennoch auf ihre Kosten, denn neben den Springprüfungen wurde auch Dressur, Vielseitigkeit und Voltigieren geboten.

Der Samstagnachmittag stand im Zeichen spannender Geländeritte. Als Siegerin der Jungen Reiter (U21) in der Vielseitigkeit erlebten die Zuschauer Hella Meise aus Steinhagen mit First Flight’s Beauty, bei den U18-Reitern setzte sich wie schon im Vorjahr Calvin Böckmann (Lastrup) durch. 2017 saß er allerdings noch im Ponysattel, in diesem Jahr hatte er die Selle Francais-Stute Altair de la Cense gesattelt. „Ich freue mich, dass der Übergang zu den Junioren so gut geklappt hat, das war ja nicht so sicher“, sagte er. Beinahe wäre dem 17-Jährigen das Kunststück geglückt, sich als Erster und bislang Einziger zusätzlich den Sieg in einer zweiten Disziplin zu sichern: im Springen gewann er mit Carvella Z Silber. Gold bei den Vielseitigkeitsponyreitern ging in diesem Jahr in Rheinland an Helena Bottermann (Voerde) mit Nibelungenheld, der in Warendorf bereits schon einmal als Bundeschampion glänzen konnte. Für die Vielseitigkeit hatte Parcourschef Karl-Heinz Nothofer drei unterschiedliche Kurse auf den Vielseitigkeitsplatz und ins Gelände rund um das Bundesleistungszentrum gebaut. Neben dem Titel des „Besten“ am Ende wurde beim Geländeritt auch in jeder Altersklasse ein Stilpreis für den sichersten und besten Ritt von der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport vergeben.

In der Dressur wurden die Favoriten den Erwartungen gerecht, sei es Semmieke Rothenberger (Bad Homburg) mit Dissertation bei den Jungen Reitern oder Linda Erbe (Krefeld) mit DSP Fierro bei den Junioren. Auch die zweimalige Triple-Europameisterin der Ponydressurreiter, Lucie-Anouk Baumgürtel aus Nottuln, ließ mit ihrem Pony ZINQ Massimiliano nichts anbrennen und wiederholte ihren Vorjahressieg in Warendorf. Ein Stück Reitsportgeschichte schrieb die 13-jährige Kenya Schwierking (Barver). Sie sicherte sich mit Dinos Boy den allerersten Besten-Titel bei den U14-Dressurreitern. Die Premiere hier auf dem Preis der Besten war ein voller Erfolg“, sagte Caroline Roost, die in der AG Nachwuchs des DOKR-Dressurausschusses für die Children zuständig ist. Erstmals in diesem Jahr soll ein deutsches Children-Dressurteam zu den Europameisterschaften geschickt werden. Diese finden Anfang Juli für alle Nachwuchs-Altersklassen und alle drei olympischen Pferdesportdisziplinen gemeinsam im französischen Fontainebleau statt.

Viel los war auch in der Halle, in der die Nachwuchs-Voltigierer ihre Besten suchten. Und wie immer, wenn die Pferde-Akrobaten am Start sind, sorgten sie auch am DOKR für super Stimmung im Publikum. „Wir hatten deutlich mehr Zuschauer als im letzten Jahr. Allmählich spricht sich herum, dass es hier etwas zu sehen gibt und super Sport geboten wird“, freute sich FN-Mitarbeiterin und Karin Terharen, Bereichsleiterin Voltigieren beim Preis der Besten. Die Zuschauer erlebten bei den Gruppen das Team Nordheim und bei den Herren Gregor Klehe als Wiederholungssieger. Bei den Damen sicherte sich mit Alina Roß erstmals eine Voltigiererin aus Mecklenburg-Vorpommern den Sieg. Der Pas-de-Deux-Sieg ging an Ronja Kähler und Julian Kögl vom Landesverband Berlin-Brandenburg. Die zum dritten Mal ausgeschriebene Zukunftstrophy sicherte sich Hannah Bidon für Rheinland-Pfalz. Besonders laut wurde es allerdings immer dann, wenn die vier besten deutschen „Senior“-Gruppen ihren Auftritt hatten und Hochleistungs-Voltigiersport vom Feinsten boten. Besonders gut gefiel das Team aus dem bayerischen Ingelsberg mit seiner Kür im amerikanischen Western-Style. Nicht nur thematisch kamen sie damit dem großen Ziel, den Tickets zu den Weltreiterspielen in Tryon/USA, am nächsten.

Lesen Sie hier mehr zur Dressur, zum Springen, zur Vielseitigkeit und zum Voltigieren.

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