Die Stunde der Dreijährigen im Oppenheim-Union-Rennen in Köln Dritter Lauf der German Racing Champions League

Die Stunde der Dreijährigen im Oppenheim-Union-Rennen in Köln Dritter Lauf der German Racing Champions League

Jetzt schlägt die Stunde der Dreijährigen: Im traditionsreichen Oppenheim-Union-Rennen in Köln-Weidenpesch, dem dritten Lauf der German Racing Champions League, hat der Jahrgang 2015 das Sagen. Der Sieger des mit 70.000 Euro Preisgeld dotierten Rennens der Europa-Gruppe 2 über 2.200m gilt als einer der Favoriten für das bevorstehende Derby am 8. Juli in Hamburg – dem wichtigsten Rennen im Leben eines Vollblüters.

Noch älter als das Derby ist aber das Union-Rennen, das seit 1834 ausgetragen wird und damit das älteste heute noch gelaufene Galopprennen in Deutschland ist. Ursprünglich in Berlin-Tempelhof, dem späteren Flughafen, angesiedelt, wanderte die Prüfung von Hoppegarten über Grünwald nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Hauptstadt weg nach Köln. Seit 1947 wird es in Weidenpesch gelaufen, seit 1995 unter dem Patronat der Oppenheim-Bank.

Macht Weltstar seinem Namen Ehre?

Der Blick in die Siegerliste offenbart eine Reihe späterer Derbyhelden – zuletzt 2014 Sea The Moon aus dem Gestüt Görlsdorf und 2009 Wiener Walzer vom Gestüt Schlenderhan. Der Derbysieger 2017, Windstoß, war Zweiter in der Union. Sein Stallgefährte mit dem erwartungsvollen Namen Weltstar trägt ebenfalls die bekannten Farben des Gestüt Röttgen und wird von Markus Klug trainiert, der mit Sea The Moon und Windstoß nun schon zwei Derbyerfolge vorweisen kann.

Der amtierende Championtrainer hält durchaus große Stücke auf Weltstar, der ein Halbbruder von Windstoß ist. Beide sind vom Gestüt Röttgen gezüchtet und stammen von Wellenspiel ab, deren Rennkarriere mit zwei kleinen Siegen eher bescheiden verlief, die aber als Mutterstute Großes leistet. Weltstar war Zweiter im Dr. Busch-Memorial (Gr.3) in Krefeld und dann Vierter im Mehl-Mülhens-Rennen (Gr.2) in Köln. „Er ist gut gelaufen, aber die 1.600m sind zu kurz für ihn“, so Klug.

Balmain und Jimmu mit ersten Chancen

Ein interessanter Kandidat ist Balmain, gezüchtet und im Besitz von Stall 5 Stars, hinter dem die Präsidentin des Bremer Rennvereins, Tonya Rogge, steht. Trainer Roland Dzubasz hat Balmain erst in diesem Jahr herausgebracht, bei seinem Debüt wurde er Zweiter in Dresden. Anschließend gewann er das Derby-Trial in Hannover, ein Listenrennen über 2.200m.

Beste Chancen darf man auch dem von Henk Grewe betreuten Jimmu einräumen. Er wurde beim Bavarian Classic (Gr.3) über 2.000m in München Zweiter hinter Royal Youmzain. Diese Form hat Royal Youmzain aktuell in Baden-Baden im Ittlingen Derby-Trial (Gr.3) eindrucksvoll aufgewertet und damit seine Position als klarer Derbyfavorit zementiert.

Das endgültige Starterfeld für das 183. Oppenheim-Union-Rennen entscheidet sich am 14. Juni. Eines ist jedoch jetzt schon klar: Die Erstplatzierten wird man sich für den weiteren Verlauf der German Racing Champions League merken müssen. Insgesamt elf der besten deutschen Rennen über Distanzen von 2.000m bis 2.400m umfasst die 2016 ins Leben gerufene Rennserie – eine Dachmarke, die auch der breiten Öffentlichkeit signalisiert: Hier laufen die Champions, die besten Pferde Deutschlands.

Abends wird sich die Rennbahn in die größte Public Viewing-Stätte Kölns verwandeln, wenn um 17 Uhr das erste Gruppenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft stattfindet. Fußballfans können dann auf vier LED-Großleinwänden und 50 Bildschirmen das Spiel verfolgen und WM-Atmosphäre schnuppern.

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