Summershine in Hamburg – die Sonne scheint für die Vorjahressiegerin im Langen Hamburger

Summershine in Hamburg – die Sonne scheint für die Vorjahressiegerin im Langen Hamburger

Das längste Flachrennen des IDEE Derby-Meetings beim Auftakt am Freitag bleibt fest in der Hand von Summershine: Die von Anna Schleusner-Fruhrieg in Marlow-Dänschenburg unweit der Ostsee trainierte Stute wiederholte im Langen Hamburger – Heinz Jentzsch-Gedächtnisrennen ihren Vorjahressieg in beeindruckender Manier.

Gerechnet hatten nur wenige mit der siebenjährigen Stute, die der Trainerin auch gehört, denn der Boden war diesmal bei passenderweise strahlendem Sonnenschein gut und wie ein Teppich, nachdem Summershine 2017 auf schwerem Geläuf gewonnen hatte. Die Quote kletterte mit 120:10 erneut in die Höhe.

Dabei brauchten ihre Anhänger früh nicht mehr zu schwitzen, denn Jozef Bojko lief Summershine schon im Schlussbogen auf mehrere Längen laufen, keiner der Konkurrenten konnte sie ernsthaft gefährden. Schon weit vor dem Ziel stand der neuerliche Triumph der Außenseiterin fest. 14.000 Euro betrug das Preisgeld. Der Lange Hamburger erinnerte an den unvergessenen 31-fachen Trainer- Champion Heinz Jentzsch, der schon zu Lebzeiten eine Legende war.

„Man muss sie nur galoppieren lassen, der Boden war hier ja nicht fest, das passte alles“, freute sich Volker Franz Schleusner, der Vater der Trainerin und Besitzerin. Die Mitfavoriten Moonshiner und Adler entwickelten noch gute Endgeschwindigkeit, aber für Summershine bedeuteten sie keine Gefahr mehr. Der 18:10-Favorit St Michel aus England war dagegen nie prominent und als Achter eine Enttäuschung.

Sieben weitere Rennen umrahmten das zum Schluss gelaufene Hauptrennen. Die weite Reise aus den Niederlanden hatte sich für Sandra Vetter, die Ehefrau von Trainer John Smith, aus den Niederlanden vollauf gelohnt. Denn Dawn Calling (73:10), ein immerhin schon achtjähriger Wallach, kehrte nach gut zwei Jahren in einem 1.600 Meter-Handicap mit Martin Seidl wieder auf die Siegerstraße zurück.

Auch im Ausgleich III über die Meile jubelten die Holländer, allen voran der erst 17-jährige Reiter Loid Bekaert, der vor einiger Zeit noch in Ponyrennen im Einsatz war. Nun steuerte er den 236:10-Riesenaußenseiter Naqdy zu seinem ersten Hamburg-Erfolg über Infamous Lawman. Beide Erstplatzierten werden von Lucien van der Meulen vorbereitet und stehen auch im Besitz seiner Dutch Master Stables. „Die ersten beiden Pferde in einem Rennen in Hamburg hatte ich noch nie“, erklärte Meulen. Die Viererwette bezahlte hier 76.693:10 Euro.

Die Zuversicht des Lengericher Trainers Dr. Andreas Bolte war berechtigt, der von ihm für seine Gattin Annette Christina vorbereitete Suarez bleibt auch nach seinem zweiten Start ohne Niederlage. Mit Rene Piechulek erfüllte der 41.10-Favorit alle Erwartungen in einem Ausgleich III über 2.000 Meter, als er Dafina und Lacrimosa noch überlief.

Erstmals überhaupt wurde eine gemischte Rennveranstaltung mit vier Galopp- und ebensovielen Trabrennen dank der Zusammenarbeit mit dem Wettanbieter Paris Mutuel Urbain (PMU) nach Frankreich übertragen.

Im ersten Trabrennen dominierte Jochen Holzschuh mit dem schon in Magdeburg erfolgreichen Favoriten Napster (23:10) bereits in einer frühen Phase des Rennens. Einen Familienerfolg der Holdt- Dynastie gab es in einem weiteren 8.000er, als die Stute Wildcat Hanseatic (88:10) mit Hans-Jürgen von Holdt für Trainerin Alexandra von Holdt früh die Weichen auf Sieg gestellt hatte. Navy Blue (126:10) sorgte später mit Thorsten Tietz für eine Überraschung. Tietz legte dank eines perfekten Timings mit Mighty Hanover (66:10) in der wichtigsten Sulky-Konkurrenz (10.000 Euro) sogar noch einen zweiten Sieg nach.

Fortgesetzt wird das IDEE Derby-Meeting in Hamburg-Horn bereits am Samstag, 30. Juni.

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