EM Fontainebleau: Gelungener Dressur-Start für deutsche Vielseitigkeitsreiter

EM Fontainebleau: Gelungener Dressur-Start für deutsche Vielseitigkeitsreiter

Brüssau und Schaaf sind die „Overnightleader“

Fontainebleau/FRA (fn-press). Auch für die Vielseitigkeit als dritte und letzte Disziplin haben die Nachwuchs-Europameisterschaften begonnen. Während ihre dressur- und springreitenden Kollegen bereits Medaillen gewinnen konnten, ging es für vielseitigen Reiter zunächst einmal aufs Viereck. Nach der Hälfte aller Starter rangieren die deutschen Teams auf den Plätzen ein (Junioren) und zwei (Junge Reiter).

Besser hätte es für die Junioren kaum laufen können. Nach der ersten Hälfte aller Starter in der internationalen Ein-Stern-Vielseitigkeitsprüfung rangieren drei deutsche Junioren unter den ersten fünf. Allen voran die Deutsche Meisterin Anna Lena Schaaf (Hünxe), die mit ihrer selbstgezogenen rheinischen Stute Fairytale mit nur 24,6 Minuspunkten Platz eins belegt. Zuvor schon hatte ihr Teamkollege Brandon Schäfer-Gehrau (Düsseldorf) als erster deutscher Starter mit Fräulein Frieda mit nur 28,7 Minuspunkten das Viereck verlassen. Am Ende des ersten Tages belegt er damit Platz vier. Damit hat die deutsche Mannschaft mit 53,3 Minuspunkten die vorläufige Führung vor den Franzosen (55,5) und Belgiern (61,9).

Dieselbe Punktzahl wie Brandon Schäfer-Gehrau nimmt die DJM-Dritte Greta Busacker (Münster) mit Coco Maurice in die kommenden Prüfungen mit. Die Tochter von Europameisterin Ingrid Klimke ist nur eines von insgesamt vier Kindern, die in die Fußstapfen ihrer erfolgreichen Eltern treten wollen. Wie sie feiert auch die kurzfristig nachgerückte Kaya Thomsen (LIndewitt), die Tochter von Peter und Kirsten Thomsen, mit Caspar in Fontainebleau als Einzelreiterin ihre EM-Premiere. Bereits im letzten Jahr schon dabei war Alina Dibowski (Döhle) mit Barbados. Die Tochter von Andreas Dibowski tritt am Freitagnachmittag als dritte Reiterin für die deutsche Mannschaft an. Den Abschluss macht dann Preis-der-Besten-Sieger Calvin Böckmann (Lastrup), Sohn der ehemaligen Deutschen Meisterin Simone Böckmann (geb. Richter) mit Altair de la Cense, der auch noch im Springen für Deutschland reitet.

Junge Reiter: Emma Brüssau auf Platz eins
Bei den Jungen Reitern gelang der Preis-der-Besten-Sieger Hella Meise aus Steinhagen und ihre Trakehner Stute First Flight’s Beauty mit 29,0 Minuspunkten ebenfalls einer guter Anfang fürs deutsche Team. „Hella ist unsere Startreiterin, da sie eine sichere Ankommerin ist. Sie und Beauty sind super in Form dieses Jahr“, sagt Bundestrainer Frank Ostholt. Noch besser lief es für die frisch gebackene Deutsche Meisterin Emma Brüssau (Schriesheim) und ihre neunjährige Hannoveraner Stute Dark Desire GS. Sie liegt mit nur 24,5 Minuspunkten die vorläufige Führung. „Emma trainiert ja schon seit Längerem bei Julia in Warendorf, aber das Intensivtraining vor der EM, in dem sie sich nur auf dieses Pferd konzentriert hat, hat noch ein paar Pünktchen gebracht“, sagt Ostholt.

„Mit diesen Ergebnissen konnten wir am ersten Tag schon mal eine Duftmarke setzen“, freut sich Ostholt. Insgesamt kommen die beiden auf einen Zwischenstand von 53,1 Minuspunkten, der am ersten Tag nur von den Briten unterboten werden konnte. Diese übernahmen mit 51,5 Minuspunkten vorläufig die Führung. Am Freitag geht es ab 8 Uhr mit der Dressur der Jungen Reiter weiter. Fürs deutsche Team starten dann Fritz-Ludwig Lübbeke (Wingst) mit Caramella sowie Titelverteidigerin Hanna Knüppel (Warendorf) mit Carismo. Ebenfalls auf Rasenviereck gehen dann auch die beiden deutschen Einzelreiter: Antonia Baumgart (Düsseldorf) mit Lamango und Anais Neumann (Nürmbrecht) mit Inka van de Vrobihoeve. Hb

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