Global Jumping Berlin – Christian Ahlmann im Interview

Global Jumping Berlin – Christian Ahlmann im Interview

Berlin – Er hat schon bei der ersten Ausgabe des Global Jumping Berlin Geschichte geschrieben und sowohl den Longines Global Champions Tour Grand Prix von Berlin presented by Sapinda als auch das Championat der Deutschen Kreditbank AG von Berlin gewonnen. In diesem Jahr war Christian Ahlmann im Vorfeld eher vorsichtig mit Erfolgsankündigungen, denn im Stall Ahlmann wächst die nächste Generation Toppferde derzeit nach und nach in den Großen Sport. Gestern hat ihn seine Nachwuchshoffnung Clintrexo Z aber schon mit einem zweiten Platz im LGCT Grand Prix überrascht. Im Interview gibt er sich zuversichtlich für die Zukunft und verrät sein derzeitiges Traumpferd.

Was geht Ihnen beim Rückblick auf das Global Jumping Berlin 2017 durch den Kopf?
Christian Ahlmann: Die Erinnerung ist natürlich extrem positiv und dieser Erfolg war einfach gigantisch. Aber auch das Turnier an sich war einfach total schön, das Wetter war top, es waren sehr viele Leute da und es war einfach eine Traumveranstaltung. 

Was erhoffen Sie sich für dieses Jahr?
Christian Ahlmann: Ich bin dieses Jahr mit zwei anderen Pferden hier, Clintrexo Z wächst erst in die Aufgaben auf diesem Niveau hinein. Ich konnte vor dem Turnier sicher nicht davon ausgehen, dass er hier schon so abliefert und Zweiter im Großen Preis wird. Er ist sicher ein Pferd für die Zukunft.

Welches Pferd haben Sie noch dabei?
Christian Ahlmann: Alina, sie ist ein ganz tolles Pferd, das schon viele Erfolg hatte. Sie hat schon einen super Job in der Qualifikation zum Großen Preis gemacht und wird heute im Championat gehen. 

Wie sieht es denn grundsätzlich bei Ihnen im Stall aus?
Christian Ahlmann: Im Vergleich zum letzten Jahr hab ich sicher jetzt eine andere Situation. Ich hatte drei, vier Pferde, die auf dem Niveau wie hier beim Global Jumping Berlin gehen konnten. Dieses Jahr habe ich viele junge und unerfahrene Pferde. Ich finde, dafür ist mein derzeit 13. Platz im Ranking der Longines Global Champions Tour noch ganz beachtlich. Maßgeblich hat Tokyo dazu beigetragen, von dem ich sehr viel halte. Ich sehe dieses Jahr eher als ein Ausbildungsjahr. Aber ich bin sehr zuversichtlich mit vielen guten jungen Pferden. Dazu gehört auch Take A Chance On Me Z, ein Sohn von Taloubet Z. Das freut mich natürlich besonders, dass schon jetzt Nachkommen von ihm auf internationalem Topniveau gehen. Und dann ist da noch Cornwall, ein Siebenjähriger, der schon heute alles anbietet und der nächstes Jahr sicher bereit ist für die große Tour.

Was ist denn Tokyo für ein Pferd, wenn Sie schon so von ihm schwärmen? 
Christian Ahlmann: In ihn setzte ich wirklich große Hoffnungen. Er hat ganz viel Qualität und ist ein echtes Traumpferd. Er hat sich jung verletzt. Es war eigentlich keine dramatische Verletzung, die aber nicht so richtig verheilen wollte. Dann haben wir ihn tatsächlich einfach auf die Weide geschickt und zwar für eineinhalb Jahre. Dann war es endlich ausgeheilt. Danach haben wir mit ihm angefangen, wie mit einem ganz jungen Pferd, da war er zehnjährig. Und er blieb stabil. Er geht erst seit knapp zwei Jahren Turnier, hat da ganz klein angefangen mit 80-Zentimeter-Prüfungen und sich in dieser kurzen Zeit wahnsinnig entwickelt. 

Mit der Longines Global Champions Tour und der Global Champions League reisen Sie zu außergewöhnlichen Austragungsorten rund um die Welt – ist das eher Fluch oder Segen?

Christian Ahlmann: Grundsätzlich finde ich es toll, was man da so erleben darf und was uns Reitern da geboten wird. Aber es ist auch ganz klar: mit nur einem Pferd geht das nicht. Man muss sich schon einen Plan machen und die Pferde gut managen. Die Verlockung ist zwar schon groß, aber man kann nicht alles mitnehmen, sondern muss sich das rauspicken, was auch gut zum Pferd passt

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