Europa-Elite der Haflinger versammelt sich in Stadl-Paura

Europa-Elite der Haflinger versammelt sich in Stadl-Paura

Über 300 Pferde nehmen von Mittwoch bis Samstag (22.-25.08.) an den Titelkämpfen des 7. Haflinger Europachampionats teil. Das Pferdezentrum in Stadl-Paura fungiert zum dritten Mal als Gastgeber des Spitzenevents.

Es ist das Wimbledon des Haflingersports – alle drei Jahre blickt die gesamte Haflingerszene Europas, auf dieses Megaevent. Das Europachampionat vereint Reiter und Pferde sämtlicher Disziplinen. In der Dressur, im Springen, in der Vielseitigkeit, im Fahren, in den Westerndisziplinen, dem Freispringen, dem Mountain-Trail und im Nationen-Cup werden in diesem Jahr 20 neue Europachampions gesucht. Zum dritten Mal in der Geschichte des von der Haflinger Welt- Zucht- und Sportvereinigung (HWZSV) organisierten Veranstaltung werden die Entscheidungen im österreichischen k&k-Gestütsensembles fallen. Das Pferdezentrum bietet nicht nur die nötige umfangreiche Infrastruktur für die Austragung eines Pferdesportevents dieser Größenordnung, sondern schafft darüber hinaus mit den historischen Gebäuden und den modernen Reitanlagen optimale Bedingungen in charmantem Ambiente. Große Erfahrung in der regelmäßigen Austragung nationaler und internationaler Pferdesportveranstaltungen garantieren für eine professionelle Abwicklung. 330 Pferde aus einem Dutzend europäischer Nationen werden im Pferdezentrum zu bewundern sein und als Botschafter für diese so geschichtsträchtige und eng mit Österreich verbundene Pferderasse fungieren. Das ist das zahlenmäßig stärkste Teilnehmerfeld in der Geschichte der Veranstaltung. Neben der Turnierleitung sind der technische Delegierte, Roland Morat (ITA), zwei Tierärzte, zwei Meldestellen, vier österreichische Parcoursbauer, zwei Zeitnehmer und 23 Richterinnen und Richter aus fünf Nationen an der Abwicklung des Megaevents beteiligt. 

„Es ist eine ganz besondere Auszeichnung, dass wir das Haflinger Europachampionat zum dritten Mal austragen dürfen. Mit der Vielzahl an Disziplinen ist es ein unvergleichliches Aushängeschild für den Pferdesport und seine enorme Vielfalt“, sagt der Geschäftsführer des Pferdezentrums Stadl-Paura, Johannes Mayrhofer. 

Vielfalt an Disziplinen

Das Programm des 7. Haflinger-Europachampionats ist umfangreich. Bis zu 16 Bewerbe werden pro Tag parallel auf vier Reitplätzen und der Geländestrecke stattfinden. Bereits am Mittwoch geht es mit der FEI Dressur-Prüfung für vierjährige Pferde, den Dressuren für die beiden Vielseitigkeits-Bewerbe sowie dem Fahrbewerb für fünfjährige Pferde hochklassig los. Am Abend wird die feierliche Eröffnung mit dem Einzug der Nationen und Live-Musik mit der österreichischen Gruppe Hoch3 begangen, die auch am Donnerstag- und Freitagabend für gute Stimmung sorgen wird. Der Donnerstag steht neben weiteren Dressur und Fahrbewerben ganz im Zeichen des Westernsports. Mit zwei Trails, einer Reining-Prüfung und dem Mountain Trail werden gleich vier Western-Bewerbe über die Bühne gehen. Der Freitag wird mit 16 Prüfungen in allen Disziplinen, unter anderem dem Freispringen, zum absoluten Höhepunkt, gemessen an der Zahl der Bewerbe. Am Samstag fallen dann in der Dressur, im Springen, in der Vielseitigkeit, im Fahren und im Westernreiten die letzten Entscheidungen bevor um 18:30 Uhr im Rahmen einer großen Meisterfeier die neuen Europachampions gekürt werden.

Teilnehmer aus 12 Nationen

Mit 99 Reiterinnen und Reitern sowie 25 Gespannen ist Österreich zahlenmäßig am stärksten vertreten. „Die Nachfrage war sehr groß. Das Kontingent für das Starterfeld aus Österreich wurde wirklich ausgenützt, um so vielen als möglich die Teilnahme zu ermöglichen. Von allen Sparten ist die Dressur die stärkste Klasse. Wenn man diese nochmals in die Altersgruppen unterteilt, ist die Klasse Dressur Jungpferde am stärksten beschickt. Erfreulich ist auch, dass sieben Westernpferde an den Start gehen werden“, erläutert Stefanie Wuzella von der ARGE Haflinger Österreich. Zahlenmäßig ebenfalls stark vertreten ist die Equipe aus Deutschland. Teresa Dohms Warnecke von der deutschen FN erklärt: „Wir freuen uns über 40 genannte Pferde aus Deutschland. In der Dressur sind dabei die meisten Nennungen mit insgesamt 21 Pferden – von jungen Pferden bis hin zur Schweren Klasse – vertreten. In dieser Disziplin, aber auch in den anderen Disziplinen, hoffen wir natürlich auf gute Platzierungen und auf ein paar Medaillen für die deutschen Teilnehmer.“ Auch das südliche Nachbarland Österreichs hat eine starke Mannschaft nach Stadl-Paura entsandt: „Was die verschiedenen Disziplinen anbelangt, ist das italienische Team weiblich geprägt, auch in traditionell männerdominierten Bastionen wie dem Fahrsport. Stark vertreten sind die Westernreiter, die auch in den vergangenen Auflagen gute Ergebnisse erzielen konnten. Bekannte Gesichter finden sich auch bei den Springreitern, während in der Dressur einige Reiterinnen ihre ersten Championatserfahrungen sammeln werden“, erklärt Luca Agosti vom italienischen Nationalverband ANCRHAI. Des Weiteren reisen Teams aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden, Schweden, der Schweiz, der Slowakei und der Tschechischen Republik an.

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