Langehanenberg erhöht WM-Chancen mit Grand-Prix-Triumph

Langehanenberg erhöht WM-Chancen mit Grand-Prix-Triumph

MÜNSTER. Kurz vor der alles entscheidenden Nominierung der Dressur-Equipe für die Weltreiterspiele in Tryon hat Helen Langehanenberg am Donnerstag noch einmal ein wichtiges Zeichen gesetzt: Auf dem 16-jährigen Hengst Damsey FRH gewann sie den Grand Prix de Dressage vor dem münsterschen Schloss. Mit 77,100 Prozent setzte sie sich nach einer rundum souveränen Darbietung klar durch.

Nur noch wenige Tage sind es bis zu den Weltreiterspielen in North Carolina – und bislang wurde lediglich die Longlist der deutschen Dressurmannschaft veröffentlicht. Nominiert für die WM an der US-amerikanischen Ostküste sind laut Longlist Jessica von Bredow-Werndl mit TSF Dalera BB und Zaire-E, Helen Langehanenberg mit Damsey FRH, Fabienne Müller-Lütkemeier mit Fabregaz, Sönke Rothenberger mit Cosmo, Dorothee Schneider mit Sammy Davis jr. und Showtime FRH, Benjamin Werndl mit Daily Mirror und Isabell Werth mit Bella Rose, Emilio und Weihegold OLD. Und bereits in den kommenden Tagen wird das Gremium um Bundestrainerin Monica Theodorescu die Shortlist bekanntgeben: Dann steht fest, welche Dressurreiter definitiv das Ticket nach Tryon lösen. Bereits während der Pressekonferenz zum Turnier der Sieger hatte Michael Klimke angekündigt, dass die Entscheidung über die endgültige Equipe nach dem Grand Prix Special am Sonntag fallen werde.

Dementsprechend galt es heute insbesondere für Langehanenberg, beim Turnier der Sieger noch einmal zu überzeugen. Vor den Augen von Theodorescu und Disziplin-Bundestrainer Jonny Hilberath ritt sie am Donnerstagvormittag in das Viereck auf Münsters Schlossplatz. Am Ende erritt Langehanenberg klar den Sieg: Eine souveräne Vorstellung mit Highlights in der Galopptour bescherte ihr ein Endergebnis von 77,100 Prozent und somit Rang 1. Den zweiten Platz belegte Dorothee Schneider auf der 14-jährigen Stute Rock’n Rose mit 76,160 Prozent, auf Platz 3 rangierte die Schwedin Therese Nilshagen mit 74,500 Prozent. Die schwedische Reiterin, die in Tryon die blau-gelben Farben vertreten wird, hatte ihren Erfolgshengst Dante Weltino OLD gesattelt.

„Ich bin über große Teile sehr zufrieden mit Damsey“, sagte Helen Langehanenberg nach der Prüfung. „Ein bisschen mehr Pepp wäre gut gewesen, vor allem die erste Piaffe hätte ich mir explosiver gewünscht. Ein paar kleine Ecken und Kanten müssen wir da dementsprechend noch rauskriegen. Aber ich hatte wirklich viel Spaß.“ Auch Bundestrainerin Monica Theodorescu zeigte sich zufrieden. Über die besondere Situation in Anbetracht der möglichen Shortlist-Nominierung sagte sie: „Ich kann verstehen, wie man sich da als Reiterin fühlt.“ Und: In Aachen sei Damsey zwar „leichter, fließender und frischer“ gewesen. Aber auch hier habe er, vor allem in der Galopptour und den Pirouetten, Höhepunkte gezeigt.

Das Turnier der Sieger findet findet vo 23. bis 26. August 2018 vor der imposanten Kulisse des münsterschen Schlosses statt. Auch in diesem Jahr konkurrieren wieder zahlreiche nationale und internationale Reiter in Dressur- und Springprüfungen bis zum höchsten Niveau. Den Höhepunkt des Turniers bildet der Große Preis am Sonntag, eine Springprüfung der Klasse CSI4*, die zugleich die 4. Etappe der diesjährigen DKB-Riders Tour ist.

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