Beim Münsterländer Pferdestärken-Cup jubelt die Mannschaft des Kreisreiterverbandes Coesfeld

Beim Münsterländer Pferdestärken-Cup jubelt die Mannschaft des Kreisreiterverbandes Coesfeld

MÜNSTER. Es ist ein Mannschaftswettbewerb, wie es ihn nur beim Turnier der Sieger in Münster gibt: Der Münsterländer Pferdestärken-Cup vereint seit nunmehr vier Jahren Breiten- und Spitzensport auf besondere Weise. Diesmal standen die Reiter des Kreisreiterverbandes Coesfeld ganz oben auf dem Treppchen.

Donnerstagabend, 18 Uhr: Die Stimmung auf dem münsterschen Schlossplatz kocht. Im Dressurviereck werden Aufgaben der Klassen A bis S geritten – allesamt in der Abteilung. Anschließend treten die Springreiter an, insgesamt acht pro Kreisreiterverband – zwei im Parcours der Klasse A, zwei in der Runde auf L-Höhe, zwei im M-Springen, zwei in der Königsklasse: S. Das Publikum fiebert mit, als die Teilnehmer der Kreisreiterverbände Warendorf, Coesfeld, Steinfurt und Münster nacheinander um den Sieg reiten. Da wird gejohlt, geklatscht gepfiffen, gejubelt. Und spätestens, als während der Abenddämmerung der Sieg in einem Ponyrennen entschieden wird, ist der Siedepunkt der kochenden Atmosphäre erreicht: Der Shetty-Club aus Ostfriesland entert den Reitplatz, im Galopp fechten die Shetlandponys ein turbulentes Rennen aus. Am Ende des Abends stehen die strahlenden Sieger fest. Die Reiter aus dem Kreis Coesfeld jubeln auf Rang 1.

Der Münsterländer Pferdestärken-Cup ging in diesem Jahr bereits in die fünfte Auflage. Seit 2014 treten jährlich beim Turnier der Sieger die Mannschaften der münsterländischen Kreisreiterverbände gegeneinander an. Hier treffen Amateure und Profis aufeinander, und das vor der atemberaubenden Kulisse des Fürstbischöflichen Schlosses. Mit 11000 Euro ist die Mannschaftsprüfung dotiert, das Preisgeld wird von den Verbänden für die Nachwuchsförderung genutzt.

An diesem Abend kristallisierte sich das Siegerteam schon früh heraus: Bereits nach der Dressur hatten die Coesfelder Reiter die Nase vorn; auch nach der Teildisziplin Springen gelang es ihnen, den Vorsprung zu halten. Das Ponyrennen, moderiert von Bundestrainer Otto Becker, besiegelte den Triumph dann endgültig; 154 Punkte zählte das Team zum Schluss auf seinem Konto. Damit geht ein Preisgeld über 5000 Euro an den Kreisreiterverband Coesfeld. Den zweiten Platz erritten die Steinfurter; sie erhalten 3000 Euro. Rang 3 und ein Ehrenpreis von 2000 Euro ging an die Equipe aus Warendorf; auf Platz 4 rangierte das Team aus Münster – sie freuen sich 1000 Euro zugunsten der Jugendarbeit des Verbands.

Auch in diesem Jahr war die Atmosphäre im Herzen Münsters wieder einzigartig. „Vor so vielen großen Tribünen zu reiten, das ist schon was Besonderes“, sagte etwa Mika Fallenberg, der den Kreisreiterverband Warendorf mit seinem Springpony auf A-Niveau vertrat. „Auf so einem riesigen Springplatz zu reiten, macht einen schon ein bisschen aufgeregt. Aber es ist ein tolles Gefühl“, fügte der 14-Jährige hinzu. Und auch Philipp Schulze Tophoff, der für die Münsteraner im Parcours der Klasse S antrat, zeigte sich begeistert: „Diese Prüfung hat einen hohen Stellenwert für die Verbände“, sagt er. Es sei eine „große Ehre“, hier reiten zu dürfen, für die insbesondere er als jüngerer Reiter sehr dankbar sei. Als besonderes Dankeschön überreichten die Mannschaften dem Turnierchef Hendrik Snoek während der Siegerehrung einen Leinwand-Fotodruck, um sein Engagement für die Verbände zu würdigen.

Coesfeld wurde vertreten durch Pia Cordes, Pauline Weitkamp, Greta Holtmann, Leonie Rengshausen, Johann Freisfeld, Lynn-Laureen Nieländer, Eva Resing, Lara Tönnissen, Michael Hagemann, Hermann-Josef Gehrmann, Katja Heitbaum und Mario Maintz; der Kreisreiterverband Steinfurt schickte Kira Hartken, Mona Rohmann, Sebastian Albers, Petra Middelberg, Lisann Steinigemann, Luzie Jüttner, Chiara Reyer, Carolin Exeler, Jörg Gerdener, Paul Ripploh, Richard Vogel und Atsushi Sakata ins Rennen. Ein „Heimspiel“ hatten die Reiter aus Münster: Paulin Josephine Waldmann, Franziska Wiedau, Johanna Klippert, Nico Kapche, Ole Ottmann, Theresa Zölzer, Nils Ohmen, Jacqueline Hempe, Karl-Josef Kückmann, Ingrid Klimke und Philipp Schulze Topphoff vertraten den Verband. Für die Equipe aus Warendorf traten Johanna-Sophie Bertling, Greta-Marie Steiner, Franzi Pellengahr-Gröblinghoff, Nicole Franzke, Marlene Becker, Mika Fallenberg, Tim Kolkmann, Anna Nienaber, Sönke Fallenberg, Hubertus Große-Lümern, Martin Fink und Niels Kersten an.

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