WEG Tryon Distanz: Drei Reiter für Deutschland

WEG Tryon Distanz: Drei Reiter für Deutschland

Warendorf (fn-press). Als erste Disziplin eröffnen die Distanzreiter am 12. September die Weltreiterspiele in Tryon in den USA. Im Interview erklärt FN-Disziplin-Koordinator Nico Hörmann, wer für das deutsche Team an den Start geht und wie er die Chancen auf eine Medaille in Tryon einschätzt. 

FN-press: Mit Bernhard Dornsiepen mit Bekele El Djem, Rebecca Arnold mit Sepra und Ursula Klingbeil mit Aid Du Florival gehen drei deutsche Distanzreiter in Tryon an den Start. Wie war das Auswahlkriterium im Distanzreiten?
Nico Hörmann: Wir hatten verschiedene Sichtungsritte, die alle in Frankreich stattgefunden haben. Dort herrscht bei den Ritten ein hohes internationales Niveau, so dass das für unsere Reiter schon ein Hürde war, da mitzuhalten. Am Ende haben sich von fünf Reitern, die am Sichtungsweg teilgenommen haben, diese drei herauskristallisiert. 

FN-press: Was ist mit Sabrina Arnold? Sie ist mit Tarzibus amtierende Europameisterin. Startet sie gar nicht in Tryon?
Nico Hörmann: Sabrina nicht, das Pferd schon. Ihr EM-Pferd Tarzibus wird nämlich in diesem Jahr von ihrem Lebensgefährten geritten und geht somit für Frankreich an den Start. Und ich glaube übrigens, dass er mit diesem Pferd Weltmeister wird. Sabrina hatte mit einem anderen Pferd am Sichtungsweg teilgenommen und hat die Qualifikation nicht geschafft. Wie auch Anne Wegner, die auch nicht durchgekommen ist.

FN-press: Also nur drei deutsche Reiter. Fehlt dem Team denn nicht der vierte Reiter als Streichergebnis? Wie gut sind dann überhaupt die Chancen auf ein erfolgreiches Abschneiden?
Nico Hörmann: Natürlich müssen alle durchkommen, aber sie sind alle drei in diesem Jahr stabil geritten, so dass ich die berechtigte Hoffnung habe, dass alle auch ins Ziel kommen und ein gutes Ergebnis abliefern. Optimal wäre ein Platz unter den ersten Fünf, ganz optimal wäre natürlich eine Medaille (lacht). 

FN-press: Wer sind diese drei Reiter und haben sie bereits Erfahrungen mit so einem großen Event?
Nico Hörmann: Alle Reiter haben bereits Erfahrungen auf Championaten. Bernhard Dornsiepen reitet seit 1990 internationale Distanzritte, war mal Bundestrainer der Distanzreiter und hat bereits an sechs Weltmeisterschaften teilgenommen. Er ist schon lange dabei und hat genug Erfahrung. Auch die Tierärztin Ursula Klingbeil ist schon viele Jahre dem Distanzsport verbunden. Sie war bei den Weltreiterspielen in Kentucky 2010 als Equipechefin dabei, als das deutsche Team die Bronzemedaille gewonnen hat. Rebecca Arnold, die Cousine von Sabrina Arnold, hat ihre Championats-Premiere im vergangenen Jahr bei den Europameisterschaften in Brüssel gefeiert. Dort war sie die zweitbeste Deutsche hinter der Europameisterin Sabrina Arnold. 

FN-press:  Dann kennen sich die drei ja vermutlich schon lange. Wie ist die Stimmung im Team? 
Nico Hörmann: Ja, das ist eine gute Gruppe, ein harmonisches Team, sie verstehen und respektieren sich.

Das Interview führte Eva Borg.

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