WM Einspänner: Deutsches Team nach Dressur auf Platz fünf

WM Einspänner: Deutsches Team nach Dressur auf Platz fünf

Kronenberg/NED (fn-press). Bei den Weltmeisterschaften der Einspänner und der Para-Fahrer liegt Titelverteidiger Deutschland nach der Dressur nur auf Rang fünf. Aber Bundestrainer Wolfgang Lohrer ist zuversichtlich: „Noch ist alles möglich“. 

Als bester deutscher Einspännerfahrer platzierte sich Dieter Lauterbach, amtierender Mannschafts- und Einzel-Weltmeister, mit seinem erfahrenen Fuchswallach Dirigent auf Rang 13 mit 54,14 Strafpunkten. Zwei gravierende Patzer in der Galopptour – Dirigent galoppierte beide Male im Außengalopp an – verhinderten eine bessere Platzierung für den Dillenburger. „Das war natürlich sehr ärgerlich, vor allen Dingen, weil das sonst nie ein Problem war“, so der Bundestrainer der Ein- und Zweispänner Wolfgang Lohrer. Lauterbachs Frau Claudia, die mit FST Velten als Einzelfahrerin bei der WM startet, erreichte 54,57 Strafpunkte und kam auf Rang 16. Dicht gefolgt vom zweiten deutschen Teamfahrer, Philipp Faißt (Schwanau), der mit seiner Stute Ann in Time GW mit 54,67 Strafpunkten Rang 17 belegte. 

Als letzte deutsche Starterin waren die 22-jährige Jovanca Marie Kessler (Friedewald) mit FST Enfado P im Dressurviereck. Der Schwere Warmblüter war im vergangenen Jahr noch Weltmeister der siebenjährigen Fahrpferde. „Jovanca ist sehr ordentlich gefahren, leider hatte sie auch einen Patzer im Galopp“, so der Bundestrainer. Mit 56,91 Strafpunkten belegte die dritte deutsche Teamfahrerin am Ende Rang 27. Einzelfahrer Jens Chladek aus Viernheim, der mit seiner Stute Cheyenn kurzfristig noch ins deutsche WM-Aufgebot nachgerückt war, da Marlen Fallaks Stute Tessa FST lahmte und nicht starten konnte, belegte Rang 74 (70,67). 

Das deutsche Team mit Dieter Lauterbach, Philipp Faißt und Jovanca Kessler liegt nach der Dressur auf Rang fünf mit 108,81 Strafpunkten. Es führt das Team aus Österreich (97,30) vor den Mannschaften aus den Niederlanden (100,28), Polen (102,63) und Frankreich (107,54). „Die Platzierung sieht auf den ersten Blick nicht so gut aus, aber alle Fahrer liegen noch sehr dicht beieinander, so dass noch alles drin ist“, so die Einschätzung von Lohrer. „Unser Ziel ist es nach wie vor unseren Titel zu verteidigen. Morgen nach dem Gelände werden wir mit Sicherheit weiter oben stehen. Das Gelände ist sehr schwer, aber das kommt uns entgegen, da wir gute Marathonfahrer haben. Die könnten alle ganz nach vorne fahren, aber das letzte Quäntchen Glück gehört natürlich auch dazu.“

WM der Para-Fahrer: Heiner Lehrter auf Platz zwei in der Dressur
Auch bei den Para-Fahrer möchte Heiner Lehrter (Mettingen) seinen Titel verteidigen. Mit einer guten Dressur mit Pony Dashwood, die mit Platz zwei belohnt wurde, legte er den Grundstein dafür. Markus Beerhues (Langenberg) mit Dolero B und Patrizia Großerichter (Steinfeld) mit Dornik Star, die ebenfalls in Grade I an den Start gehen, belegten die Plätze acht und neun. In Grade II kam Alexandra Röder (Sankt Augustin) mit Equistar Lucie auf Platz zwei in der Dressur, Torsten Roeder (Hamminkeln) mit Negroni auf Platz sechs. Die deutsche Mannschaft tritt hier als Vize-Weltmeister an.

Am Samstag steht die Geländeprüfung für die Einspänner auf dem Programm, am Sonntag entscheidet sich dann im Kegelfahren, wer welche Medaille mit nach Hause nehmen darf. Insgesamt starten 82 Einspänner aus elf Nationen bei der WM. Bei der WM der Para-Fahrer sind 15 Fahrer mit Behinderung in Grade I am Start und neun in Grade II. evb

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