BCH 2018: So Unique Champion bei den dreijährigen Hengsten

BCH 2018: So Unique Champion bei den dreijährigen Hengsten

Warendorf (fn-press). So Unique heißt der neue Bundeschampion der dreijährigen Hengste. Wie schon bei den vierjährigen Hengsten präsentierte Eva Möller auch bei den jüngsten Pferden der Bundeschampionate den Sieger.

„Ein Hengst mit viel Präsenz“, lobte Reinhard Richenhagen, Sprecher der Richtergruppe, den neuen Bundeschampion So Unique, Prämienhengst der Hannoveraner Hauptkörung 2017, der sich während der Aufgabe „losgelassen, mit guter Anlehnung und in schöner natürlicher Selbsthaltung“ präsentierte. Der Sezuan-Sohn aus der Zucht von Wilhelm Klausing (MV: Donnerhall) erhielt von Reinhard Richenhagen und seinen Kollegen Gerd Wolfgang Sickinger und Ute von Platen nicht nur eine 9 für das Exterieur, sondern auch für den dynamischen, kraftvoll abfußenden Trab, den sicheren Bergaufgalopp und den Schritt sowie die altersgemäße Erfüllung der Aufgaben. „Ein Hengst, der den Applaus liebt, aber auch in sich ruht“, sagte Richenhagen. „Ausgeglichen und gleichzeitig sensibel.“ Fünf Mal die 9 bedeutete am Ende auch ein Gesamtergebnis von 9,0 für den Hengst aus dem Besitz der Helgstrand Dressage A/S.

Mit großem Applaus bedacht war auch die „sehr schöne, leichte und harmonische Vorstellung“ des zweitplazierten Rapphengstes Despacito (v. Don Nobless – Sandro Hit) unter dem Sattel von Greta Heemsoth. Besonders gut gefiel den Richtern die Trabmechanik des Hannoveraner Landeschampions und „die bedeutende, leichtfüßige Art sich zu bewegen“. Hierfür gab es die 9 ebenso wie für Erfüllung der Aufgaben, dazu jeweils eine 8,5 für das Exterieur, den Galopp und Schritt. Im Gesamtergebnis bedeutete das eine 8,7 für den Youngster, der aus der Zucht von Josef und Karl-Heinz Rudde stammt und sich im gemeinsamen Besitz der Hengsthalter Beckmann und Pape befindet.

Den Bronzerang belegte mit einer 8,5 der Westfale Fonq (v. Fürst Fohlenhof – Lissaro), vorgestellt von Ann-Christin Wienkamp. Der Fuchshengst glänzte insbesondere mit einem „bedeutenden Schritt“ (9,5), im Trab war er den Richtern gelegentlich etwas zu eilig, für den sicheren Takt und die gute Mechanik gab es jedoch die 8, ebenso wie im Galopp. Dazu kam jeweils eine 8,5 für das Exterieur und die Reiteigenschaften. Fonq stammt aus der Zucht von Reiner Bockolt und befindet sich im Besitz der Reesink Horses B.V., die als Züchter bereits für den Vizebundeschampion der vierjährigen Hengste, Valverde, verantwortlich zeichneten.

Vieles war neu an diesem Dreijährigen-Finale im Rahmen der 25. Bundeschampionate in Warendorf. Es gab eine neue Aufgabe, keinen Fremdreitertest mehr und nur noch jeweils zwei Hengste gleichzeitig im Finale. Dazu waren die Tribünen etwas nach hinten versetzt und der Durchgang zwischen Vorbereitungsplatz und Viereck für Zuschauer gesperrt worden, um den jungen Pferden mehr Platz und Ruhe für ihre Aufgabe zu schaffen. „Die vielen Diskussionen waren die Mühe wert“, sagte Theodor Leuchten, Vorsitzender des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) zufrieden. „Die Änderungen wurden sehr gut angenommen. Wir haben Pferde im inneren und äußeren Gleichgewicht erlebt und exzellentes Reiten.“ So mussten auch die Richter von der ebenfalls neu vorgesehenen Möglichkeit, in die Prüfung aktiv einzugreifen, auch nur in wenigen Ausnahmefällen Gebrauch machen. FN/Hb

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