WEG Tryon: Zweite Woche hat begonnen

WEG Tryon: Zweite Woche hat begonnen

Tryon/USA (fn-press). Die zweite Woche der Weltreiterspiele in Tryon/USA hat begonnen. Nun haben die Springreiter, die Voltigierer, Para-Dressurreiter und später in der Woche auch die Vierspännerfahrer ihren großen Auftritt. Die erste Medaillen werden ebenfalls schon vergeben, in drei der insgesamt fünf Behinderten-Grades. Allerdings findet nur der Titelkampf in Grade V mit deutscher Beteiligung statt. Hier feiert Regine Mispelkamp (Issum) mit Look at me now um 21.39 Uhr deutscher Zeit ihre WM-Premiere. (Diese Seite wird laufend aktualisiert). 

Für die Voltigierer steht den ganzen Tag die Pflicht auf dem Programm. Dort wo vor Kurzem die Reiner noch ihre Spins drehten, ist nun der Boden für den Voltigierzirkel ausgetauscht. Den Beginn machten die Gruppen. Hier gingen die Deutschen, vertreten durch das deutsche Team Norka des VV Köln-Dünnwald, mit 7,794 Punkten zunächst in Vorlage. Nur die Schweizer lieferten am Ende noch ein besseres Ergebnis ab und führen nun mit 7,979 das Feld nach der ersten von drei Teilprüfungen – Pflicht und zwei Mal Kür – an. „Die Schweizer sind schon lange auch dafür bekannt, eine starke Pflichtleistung abliefern zu können. Das ist ihnen offensichtlich auch hier gelungen“, sagte Co-Bundestrainer Kai Vorberg. Noch sei damit aber nichts entschieden, auch im vergangenen Jahr bei den Europameisterschaften habe die Schweizer Mannschaft zu diesem Zeitpunkt des Championats geführt, sagte er.

Insgesamt waren die deutschen Voltigierer und ihre Trainer mit der Gruppen-Pflicht jedoch sehr zufrieden. „Mit Leistung sind wir super zufrieden. Wir haben uns vor allem zum Ziel gesetzt, eine harmonische Pflicht zu machen, sehr souverän und sehr ausdrucksstark. Ich glaube, das ist uns auch gelungen, auch wenn es so ein, zwei kleine turnerische Patzer gab“, zog Teammitglied Torben Jacobs sein Fazit. Bundestrainerin Ulla Ramge teilte diesen Eindruck: „Das war eine runde Sache, ein guter Auftakt. Das Team hat seine Pflciht durchgezogen wie aus einem Guss. Es waren keine Standardabzüge dabei, wie Galoppfehler, Taktfehler oder Verzögerungen. Der ein oder andere hatte vielleicht die Handbremse ein bisschen angezogen, dafür waren andere genial in den einzelnen Übungen.“

Para-Dressur
Die erste Weltmeisterin steht schon fest: Sanne Voets aus den Niederlanden holt mit Demantur N.O.P. den ersten Titel. Bislang war vor allem die Kür ihre Stärke, dort gewann sie zuletzt bei den WM 2014 und bei den Paralympics in Rio die Goldmedaille. Nun setzte sie sich mit 73,927 Prozent auch in der „klassischen“ Einzelwertung an die Spitze. Die weitern weiteren Medaillenränge belegen der Brasilianer Rodolpho Riskalla mit Don Henrico (73,366 Prozent) sowie die Dänin Susanne Jensby Sunesen mit ’s Que Faire mit 73.146 Prozent.

Springen
Bei einem lockeren Warm-up haben sich die Springreiter heute mit dem Hauptstadion vertraut gemacht. Alle deutschen Paare hinterließen einen sehr guten Eindruck. Die Startreihenfolge wird allerdings frühestens nach Mitternacht deutscher Zeit ausgelost. „Die Stimmung im Team ist sehr gut, alle sind gut angekommen und wir freuen uns, dass wir hier sind. Wir haben natürlich vor unserem Abflug viel gehört und gelesen über die Zustände in Tryon, aber ich muss sagen, die Bedingungen für die Pferde, die Stallungen und die Plätze sind top“, sagte Bundestrainer Otto Becker. Das deutsche Springreiter-Team in Tryon besteht aus Simone Blum (Zolling) mit DSP Alice, Marcus Ehning (Borken) mit Pret A Tout, Laura Klaphake (Steinfeld) mit Catch me if you can und Maurice Tebbel (Emsbüren) mit Don Diarado. Als Reservepaar sind Hans-Dieter Dreher (Eimeldingen) und Berlinda mit in die USA gereist. Am Mittwoch um 15 Uhr deutscher Zeit beginnen die Wettbewerbe der Springreiter mit dem Zeitspringen.

Mehr Informationen unter www.pferd-aktuell.de/weg2018

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