Der Mega-Fight von Noble Moon vor 14.000 Zuschauern in Köln

Der Mega-Fight von Noble Moon vor 14.000 Zuschauern in Köln

Episches Duell vor 14.000 Zuschauern im bedeutendsten Rennen für zweijährige Pferde in Deutschland am Sonntag beim Saisonfinale auf der Galopprennbahn in Köln: Im Preis des Winterfavoriten (Gruppe III, 155.000 Euro, 1.600 m) gewann der von Peter Schiergen in der Domstadt für Renn-Vereins-Präsident Eckhard Sauren trainierte Noble Moon (46:10) nach einem grandiosen Endkampf des achtfachen Champions Andrasch Starke mit Kopf-Vorteil gegen den Favoriten Django Freeman sowie Man On The Moon auf Platz drei.

Noble Moon und Django Freeman hatten sich auf der Zielgeraden schnell von den sechs anderen Pferden abgesetzt, nachdem bis zu diesem Zeitpunkt Moonlight Man vor Rip Van Lips und den beiden späteren Protagonisten das Geschehen diktiert hatte, in einem sehr dicht formierten Feld. Starke eroberte am inneren Flügel schnell einen Vorteil auf Noble Moon, doch sah es kurz so aus, als würde Django Freeman an der Außenseite an ihm vorbeiziehen.

Aber Andrasch Starke mobilisierte auf Noble Moon, der vor wenigen Wochen hier bei seinem siegreichen Debüt schon sehr imponiert hatte, immer wieder mächtige neue Reserven und bewahrte dem Sohn des 2014 im Derby erfolgreichen Sea The Moon einen minimalen Vorteil vor einem kaum schlechter gehenden Django Freeman.

Bosbach überreicht die Ehrenpreise

Damit bleibt Noble Moon weiter ungeschlagen und könnte über Winter der Favorit für das Derby 2019 sein, in dem er möglichst seinem Vater nacheifern soll. 85.000 Euro Siegprämie gab es für Eckhard Sauren, der auch Züchter des Pferdes ist. Trainer Peter Schiergen feierte seinen vierten Winterfavorit-Triumph nach Sumitas 1998, Manduro 2004 und Silvaner 2010. Der so populäre Politiker Wolfgang Bosbach überreichte die Ehrenpreise.

Siegjockey Andrasch Starke in einem ersten Kommentar: „Ich war schon nach dem ersten Sieg hier in Köln begeistert von Noble Moon. Er hat den Sprung vom Maidenrennen in diese Klasse bestens bewältigt, wie er mir schon im Training gezeigt hatte. Ich war auf der Zielgeraden etwas früh vorne, aber er hat riesig gekämpft. Auf den letzten 300 Metern haben wir uns ein großes Duell mit Django Freeman geliefert, so etwas wollen die Zuschauer sehen. Es waren zwei Ausnahmepferde vorne. Ich freue mich auf das nächste Jahr mit Noble Moon. Vom Typ her sieht er aus wie ein 2.000 Meter-Pferd, aber von seinem Vater hat er unheimlich viel Stehvermögen mitbekommen. Da sollten auch 2.400 Meter im Derby kein Problem sein.“

Trainer Peter Schiergen ergänzte: „Ich denke, dass wir im nächsten Jahr noch viel Freude mit Noble Moon haben werden. Vermutlich geht er nun in die Winterpause, und wir werden dann 2019 früh anfangen. Bis 2.000 Meter sehe ich kein Problem. Die Klasse für 2.400 Meter hat er.“

Rip Van Lips mit Pech

Der wie Noble Moon von Sea The Moon stammende Man On The Moon lief als Dritter ein sehr gutes Rennen, er kam vom letzten Platz noch stark ins Bild, ohne die beiden vorderen Pferde gefährden zu können und war der beste der vier Kandidaten von Champion Markus Klug. Ziemlich viel Pech hatte der viertplatzierte Rip Van Lips auf der Zielgeraden, der sich trotzdem wacker hielt. Sibelius und Moonlight Man konnten sich ebensowenig steigern wie Bristano und Wilder.

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