Das 16. Österreichische Freispring-Championat war ein voller Erfolg

Das 16. Österreichische Freispring-Championat war ein voller Erfolg

Am österreichischen Nationalfeiertag, den 26. Oktober 2018, verwandelte sich das Pferdezentrum Stadl-Paura zur großen Bühne der heimischen Zucht: Zum 16. Mal wurde in Stadl-Paura zum Freispringchampionat geladen und die neuen Champions in den Alterskassen der zwei-, drei- und vierjährigen A-Pferde gekürt.

In diesem Jahr durfte eine Premiere angekündigt werden: Erstmalig wurde in der Karl-Bauer-Halle ein Oval aufgebaut und die Pferde aus dem Freilaufen in die Sprunggasse geleitet. Eine Neuerung, die nicht nur beim fachkundigen Publikum, sondern auch bei den Beschickern sehr gut ankam. Als Richter fungierte neben dem niederösterreichischen Top-Reiter und langjährigen Züchter Alfred Fischer der international erfolgreiche Ausbildner Josef Weishaupt, der Vater von Philipp und Maximilian Weishaupt, der am Vortag des Championats einen hochinteressanten praktischen Vortrag zum Thema Jungpferdeausbildung gab und dem Stadlinger Publikum an seinem Know-How teilhaben ließ. Technisch wurden die Vorstellungen der zwei-, drei- und vierjährigen Nachwuchspferde top-aufbereitet und die Aufnahmen von der Sprunggasse wurden bereits während der Freilauf-Präsentationen in Slow-Motion auf die große Leinwand eingespielt.

Das angereiste Teilnehmerfeld von knapp 50 Pferden überzeugte mit hoher Qualitätsdichte und enormem Potential, sodass man dem bekannten Slogan „Ihren Sieger bekommen Sie bei uns“ mit Sicherheit gerecht wurde.

Staphael II siegte bei den Vierjährigen

Bekanntes Springblut überzeugte in der Altersklasse der vierjährigen Pferde: Auf Stakkato Gold-Raphael-Laretto B geht der schick in grauer Jacke gehüllte Hengst zurück, der auf den Namen Staphael II hört und sich mit der Endnote von 9,20 Punkten verdient den Championatstitel holte. Der kompakte, von Gerhard Wippl gezüchtete Schimmel imponierte mit einer tollen, sehr vorsichtigen Manier an den Hindernissen, sprang schön durch den Körper und war stets leistungsbereit. Josef Weishaupt hätte es nicht besser ausdrücken können: „Er verkörpert den modernen Springpferde-Typ.“ Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Sein Vollbruder Staphael I ist ja gekört und wird aktuell von Stefan Eder im Sport vorgestellt.

Reservesieger wurde der aus der Zucht Thomas Mayr-Pranzeneder stammende Campari MP, der auf Captain Future Z und Cosinus B zurückgeht und die Note 9,17 erhielt. Herausragend war hier sicherlich das Vermögen, wo die Höchstnote von 9,50 Punkten vergeben wurde. Einen weiteren Erfolg für die Zucht von Gerhard Wippl gab es für Jeanne d´Arc. Die Fuchsstute ist eine hochveranlagte Tochter des Staphael I und hat in der Mutterlinie Griseldi L und Grey Poupon im Pedigree (9,00 Punkte).

Triumph für den dreijährigen Denethor

Schimmelpower war auch bei den Dreijährigen angesagt, wo ein Dinken-Cayado-Calgary-Sohn viel Applaus erntete: Denethor, ein mit viel Vermögen, Vorsicht und Übersicht ausgestattetes Zuchtprodukt von Dr. Franz Hummer-Niedermayr, beeindruckte mit gutem Abfußen, schnellen Reflexen und einer sehr guten Vorhand-Technik. Die Basküle, so das Richterkollegium, ist unübertrefflich. Denethor steht im Besitz von Sabine Streinesberger und sicherte sich mit 9,27 Punkten den verdienten Championatstitel. Zur Reservesiegerin kürte sich die von Mag. Franz Maier gezogene Lady Lifestyle (B.: Günther Buchstätter), Tochter des Clearline Z und Lordanos, die sich mit steigernder Aufgabe immer mehr in Szene zu setzen wusste und 9,23 Punkte bekam. Dritte wurde mit 9,13 Punkten Cyrill, die von Sabine Thaler gezüchtet wurde und mit Comme il faut und Acajou bestes Springblut in den Adern hat.

Zwei Sieger bei den Zweijährigen

Mit der Endnote von 9,10 Punkten teilten sich Chili One MP und Camillo FH den Sieg bei den zweijährigen Pferden. Die Actender-Cosinus B-Stute Chili One MP stammt aus der Zucht von Thomas Mayr-Pranzeneder und erhielt in allen drei geforderten Kriterien – Technik, Vermögen und Gesamteindruck – 9,10 Punkte. Camillo FH wurde von Franz Holzleitner gezüchtet und ist Sohn des Cachassini-Chopin-Ahorn. Mit 9,07 Punkten reihte sich Jolie v. Connect-Van Helsing auf dem dritten Endrang ein. Die sprunggewaltige braune Stute kommt aus der Erfolgszucht von Christian Großholzner und hat auf der Mutterseite den bewährten Stamm der Juvina.

Hochzufriedenes Resümee

Die Organisatoren Wolfgang Stürzlinger und Christian Großholzner dürfen mit der diesjährigen Veranstaltung überaus zufrieden sein. Das neue Programm mit dem neuen Aufbau und Ablauf funktionierte absolut reibungslos. Das Team war eingespielt und die Pferde wurden exzellent präsentiert. Zudem war das gemeldete Lot qualitativ und quantitativ auf einem sehr hohen Niveau, was die Zuseher mit viel Applaus und Beifall honorierten. Abgerundet wurde das Freispring-Championat von der fachmännischen Kommentierung des Richterkollegiums sowie der Moderation von Verena Nowak, die als Obfrau der Jungzüchter Österreichs im kommenden Jahr zur Jungzüchter-Heim-WM von 18.-21. Juli 2019 nach Stadl-Paura laden wird.  

Weitere Infos, News und Ergebnisse auf: https://www.facebook.com/freispringchampionat/

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