Spannung pur: Wer wird der beste Jockey 2018?

Spannung pur: Wer wird der beste Jockey 2018?

Seit drei Jahrzehnten zählt der inzwischen 44 Jahre alte Andrasch Starke zu den besten deutschen Jockeys. Er hat nahezu 2.300 Galopprennen gewonnen und steuert zielsicher auf eine weitere deutsche Meisterschaft als erfolgreichster Reiter mit den meisten Siegen in einer Saison zu. Auch in der German Racing Champions League hat Starke momentan die Nase vorne, könnte diesen Titel zum dritten Mal in Folge im dritten Jahr der Rennserie einsammeln. Die Entscheidung muss das Finale am 1. November in München bringen.  Beim Bayrischen Hausbau – Großer Preis von Bayern (Gruppe I, 2.400m, 155.000 Euro) gibt es die 1,5-fache Punktezahl, was die Entscheidung noch knapper machen könnte.

„Die Champions League ist eine positive Idee“, sagt Starke. „Es sind tolle, abwechslungsreiche Rennen und wenn man hier mit vorne liegt, war man bei den großen Prüfungen mit dabei.“ Elf der wichtigsten Rennen in Deutschland über Distanzen von 2.000m bis 2.400m von Mai bis November umfasst die Serie.

Ob Starke zum Finale jedoch einen Ritt hat, ist noch nicht sicher. „Ich hoffe, dass Enjoy Vijay läuft, aber er hat länger pausiert.“ Der vierjährige Hengst aus dem Stall von Peter Schiergen war im Vorjahr Zweiter im Deutschen Derby, hat in dieser Saison aber noch nicht überzeugt und ist seit Ende Juni nicht mehr gelaufen.

Starke nur knapp vor de Vries

Der Vorsprung von Starke auf die Konkurrenz ist denkbar knapp. Starke hat 31 Punkte, nur einen Zähler dahinter liegt der Niederländer Adrie de Vries, der seit fast zwei Jahrzehnten zu den Besten in Deutschland zählt. Mit Weltstar hat er in dieser Saison das Deutsche Derby gewonnen. „Das war ohne Zweifel der bisherige Höhepunkt meiner Karriere“, sagt der 48-jährige.

Für Weltstar ist die Saison beendet, der Derbysieger von 2017, sein Stallgefährte und Halbbruder Windstoß soll dagegen in München laufen – mit de Vries im Sattel. „Er ist wieder gut drauf und sollte den passenden weichen Boden vorfinden. Es wäre schon schön, die Champions League als Jockey zu gewinnen.“ Weltstar und Windstoß werden von Markus Klug betreut, der wie schon im Vorjahr frühzeitig als Gewinner der Trainerwertung der Champions League feststand.

Doch nicht nur Starke und de Vries haben noch Chancen. Auf Platz Drei lauert mit 28 Punkten der 44-jährige Eduardo Pedroza. Er ist für den Ritt auf dem Derbydritten Royal Youmzain vorgesehen, trainiert von Andreas Wöhler, Champions League-Gewinner im Premierenjahr 2016. Pedroza kam Mitte der 90er-Jahre aus Panama nach Deutschland und ist seit dieser Zeit vor allem am Wöhler-Stall tätig, wurde von 2007 bis 2010 vier Mal in Folge Jockey-Champion in Deutschland.

Iquitos nach 2016 wieder das Pferd des Jahres?

Da im Finale 15 Punkte für den Sieger und neun Punkte für den zweiten Platz vergeben werden, hat selbst der Franzose Eddy Hardouin noch eine Außenseiterchance. Er sammelte mit seinen Ritten auf Iquitos 22 Punkte. Der sechsjährige Hengst, trainiert von Hans-Jürgen Gröschel in Hannover im Besitz des Stall Mulligan, gilt als klarer Favorit, die Rennserie nach 2016 erneut zu gewinnen. Zwar ist der Vorsprung von Iquitos (22 Punkte) knapp, doch die direkt hinter ihm platzierten Pferde werden aller Voraussicht nach nicht in München antreten. Von den derzeit für den Großen Preis von Bayern genannten Pferden haben Windstoß (10 Punkte) und Royal Youmzain (8 Punkte) bei einem Sieg noch eine theoretische Chance. Das endgültige Starterfeld steht am Dienstag, 30. Oktober, fest.

Die Sieger der Champions League werden nach dem Großen Preis von Bayern feierlich geehrt. 

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