Großes Finale der Champions League mit Iquitos und Top-Gästen

Großes Finale der Champions League mit Iquitos und Top-Gästen

Was für ein Klasse-Finale der German Racing Champions League am Allerheiligen-Donnerstag auf der Galopprennbahn in München-Riem: Mit dem Bayerische Hausbau – Großer Preis von Bayern (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 m, 7. Rennen um 14:15 Uhr) steht der elfte und letzte Wertungslauf der in sechs verschiedenen deutschen Städten ausgetragenen Rennserie bevor.

Einmal mehr hat dieses Event, eines von zwei Rennen der höchsten Kategorie in der bayerischen Metropole, eine erstklassige Besetzung gefunden – mit drei deutschen und vier ausländischen Pferden. Stall Mulligans Iquitos (Eddy Hardouin) aus dem Hannoverschen Stall von Hans-Jürgen Gröschel (75), der Champions League-Sieger 2016 könnte sich hier den zweiten Titel sichern.

Ausgezeichnet waren die Platzierungen im Großen Preis von Baden und im Preis der Deutschen Einheit, wo er noch nicht einmal Glück mit dem Rennverlauf hatte. „Er kam viel zu spät ins Rennen“, bedauerte zuletzt sein Betreuer. Es wird in jedem Fall der letzte Saisonstart von Iquitos sein, wie es danach weitergeht, ist noch offen.

Trainer Hans-Jürgen Gröschel: „Er ist seit Mai auf den Beinen und wird definitiv anschließend in diesem Jahr nicht mehr laufen. Die Saison war lang, und ich hoffe, dass er in München noch einmal eine starke Partie liefern kann. Ich würde mir wünschen, dass er einen guten Platz als Deckhengst findet. Verdient hätte er es allemal.“

Mit 22 Punkten hat Iquitos aktuell die Führung in der Gesamtwertung übernommen vor Weltstar und Best Solution (je 20 Punkte). Alles deutet auf einen neuerlichen Triumph hin, auch wenn mehrere Kandidaten noch theoretische Chancen besitzen, da die anderthalbfache Punktzahl winkt.

Spannung bei den Jockeys

Bei den Jockeys wird es zwischen Andrasch Starke (31 Punkte), Adrie de Vries (30 Punkte), Eduardo Pedroza (28 Punkte) und Eddy Hardouin (22 Punkte) sehr spannend. Starke ist nicht vertreten, aber seine beiden Verfolger können noch Punkte sammeln.

Den Trainer-Titel hat Markus Klug (56 Punkte) bereits sicher. Er führt vor Saeed bin Suroor (30 Punkte), Andreas Wöhler (25 Punkte) und Hans-Jürgen Gröschel (22 Punkte). Erfreulich: Voraussichtlich werden alle möglichen Champions League-Gewinner in München live vor Ort sein! Es winken wertvolle Ehrenpreise.

Ein starker Gegner für Iquitos scheint von den deutschen Pferden der von Andreas Wöhler für Dubai-Großbesitzer Jaber Abdullah trainierte Dreijährige Royal Youmzain (Eduardo Pedroza). Er war zuletzt guter Vierter im Prix Niel in Paris.

Der Derbysieger von 2017, der Röttgener Windstoß (Adrie de Vries) aus dem Champion-Stall von Markus Klug dürfte ebenfalls einiges Vertrauen finden. Er war Dritter im Preis von Europa in Köln.

Enorm starkes Gäste-Aufgebot

Fast schon sensationell ist das Gäste-Aufgebot, denn gleich vier hochkarätige Pferde reisen von jenseits der Grenzen an. Einmal mehr schickt der Engländer Roger Varian für Sheikh Obaid Al Maktoum den Schimmel Defoe (Andrea Atzeni) nach Deutschland. Er unterlag im Longines  – Großer Preis von Baden nur minimal gegen Best Solution, der diese Leistung inzwischen weiter aufgewertet hat, und blieb auch knapp vor Iquitos. Nur im Arc hingen die Trauben zu hoch.

Den Stall Godolphin von Scheich Mohammed vertritt Racing History (Adam Kirby), den Saeed bin Suroor trainiert. Er war hier 2016 schon Zweiter in diesem Rennen hinter Guignol und 2017 Dritter im Großen Preis von Berlin, seither bestritt der Hengst aber keine Rennen mehr und gibt nun sein mit Spannung erwartetes Comeback.

Mark Johnston schickt mit Dee Ex Bee (Francis Norton) einen Dreijährigen für Scheich Hamdan, einen Sohn von Scheich Mohammed, in die Bayern-Metropole.  Ziel dürfte der erste Gruppe I-Erfolg sein, nachdem er zuletzt sehr guter Vierter im St. Leger und auch Zweiter im Epsom Derby war.

Der in deutschem Mitbesitz stehende Tiberian (Olivier Peslier) reist aus Frankreich an. Auch er hat schon jede Menge Top-Formen in Grupperennen geboten.

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