Lyon: Isabell Werth gewinnt Weltcup-Kür

Lyon: Isabell Werth gewinnt Weltcup-Kür

Lyon (fn-press). Mit einem Sieg startete Isabell Werth (Rheinberg) in die neue Weltcup-Saison. Im Sattel ihres westfälischen Wallachs Emilio erzielte die 49-Jährige in der Weltcup-Kür über 84 Prozent und verwies die beiden schwedischen Paare, Patrik Kittel mit Delatio und Antonia Ramel mit Brother de Jeu, auf die Plätze zwei und drei.

Sieben Wochen Pause vom internationalen Turniergeschehen hatte sich Isabell Werth nach ihren beiden Goldmedaillen bei den Weltreiterspielen in Tryon gegönnt, jetzt startete die Dressurkönigin im Weltcup gleich voll durch. Allerdings nicht mit ihrer Tryon-Partnerin Bella Rose, sondern mit dem Wallach Emilio. Der zwölfjährige Ehrenpreis-Nachkomme, Reservist für die Weltreiterspiele, hatte zuletzt beim CHIO Aachen Turnierluft geschnuppert und startet topfit in die Hallensaison. Das Ergebnis von 84,41 Prozent war eindeutig das beste des Tages und der Sieg deutlich souveräner als am Vortag im Grand Prix. Den hatte Isabell Werth mit Emilio zwar auch gewonnen, aber nur einer der fünf Richter hatte sie an Position eins gesehen. Prozentmäßig hatte es dennoch gereicht. In der Kür hatte die Konkurrenz dann allerdings keinen Spielraum, der erfolgreichsten Dressurreiterin der Welt den Sieg streitig zu machen. Emilio punktete mit seiner ungemein schwierigen Kür und setzte sich mit 3,5 Prozent Vorsprung vor dem zweitplatzierten Patrik Kittel an die Spitze. Der im Münsterland lebende Schwede freute sich über eine gelungene Premiere mit seinem Neuzugang Delatio. Er hatte den hannoverschen De Niro-Sohn erst vor kurzem von Emile Faurie übernommen und ihn in Lyon erstmals auf dem Turnier vorgestellt. Mit Erfolg: jeweils Platz zwei m Grand Prix und in der Kür, diese sogar mit 80,98 Prozent. Auch der dritte Platz fiel an Schweden: Juliette Ramel „knackte“ mit dem niederländischen Wallach Brother de Jeu ebenfalls die 80-Prozent-Marke (80,085).

Dorothee Schneider (Framersheim) beendete in Lyon die Turnierpause ihres WM-Pferdes Sammy Davis jr. Der bayerische San Remo-Sohn, eigentlich ein sicheres 80-Prozent-Pferd in der Kür, blieb diesmal ein klein wenig darunter. 79,365 Prozent bedeuteten Platz 4. Weitere deutsche Dressurreiter waren in Lyon nicht am Start. Die nächste Weltcup-Qualifikation für das Finale in Göteborg im April richtet das Stuttgarter Hallenturnier (16. bis 18. November) aus.       hen

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