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Ponyzüchter Wolfgang Bahlke gestorben

Ponyzüchter Wolfgang Bahlke gestorben

Ein ganz Großer der Deutschen Reitponyzucht, nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, hat ganz plötzlich die Erde verlassen. Wolfgang Bahlke aus Wulkenzin ist in seinem Haus am 14. Mai im Alter von 69 Jahren gestorben. Der Züchter war wenige Tage zuvor noch auf einer Zuchtveranstaltung, legte sich wie gewohnt zur Mittagsruhe und wachte nicht mehr auf. Wolfgang Bahlke ist Gründer der Interessengemeinschaft Deutsches Reitpony in Mecklenburg-Vorpommern und war bis zu seinem Tod Vorsitzende des Pferdezuchtvereins „a-Toll“. Er gehörte zu den Pionieren der organisierten Ponyzucht unseres Landes und hat in jüngeren Jahren auch Fahrsport mit seinen Ponys betrieben. Einige Jahre stand Wolfgang Bahlke auch dem Reitverein „Vier Tore“ Neubrandenburg vor. Auf den 30 Hektar eigenen Wiesen und Weiden zwischen Wulkenzin und Tollensesee standen zeitweise bis zu 30 Reitponys. Wolfgang Bahlke wurde schnell Anlaufpunkt für Züchter, Reiter, Käufer und Ratsuchende aus ganz MV. Zudem war sein Hof von Anbeginn eine Deckstelle für Ponyzüchter weit und breit. Ein Glücksgriff war seiner Zeit der Kauf des in Holland 1989 gezogenen Ponyhengstes Eldorrado. Der Sohn des El Beauty aus einer Mutter des Araberhengstes Naivnyi war mit Reitern wie Anke Schüler, Maximiliane Hoffschildt und Ramona Michael im Sport sehr erfolgreich. 70 Springerfolge bis Klasse M stehen für Eldorrado von 1993 bis 1999 zu Buche, darunter 20 Siege. Weit mehr ist Eldorrado aber als erfolgreicher Zuchthengst bekannt und hat wie kaum ein anderer die Reitponyzucht im Land positiv beeinflusst. 95 seiner Nachkommen sind bei der FN als Sportponys eingetragen, der Zucht hinterließ er die gekörten Söhne Elan/S und Esprit S. Fast zur Legende geworden sind seine Töchter Elfe I bis IV, alle von Wolfgang Bahlke aus der Welsh B-Stute Corinna (v. Downland Chorister) gezogen. Später kam der im Rheinland gezogene Destino R (v. Derby B) in den Stall von Wolfgang Bahlke. Dieser schrieb die Erfolgsgeschichte des Züchters fort.

„Ich habe stets nur meine eigenen Hengste eingesetzt, denn ich bin zufrieden mit dem, was sie züchterisch geleistet haben“, sagte Wolfgang Bahlke anlässlich seines 60. Geburtstags. Tochter Simone Fröhlich (47) aus Neubrandenburg war ihm oft eine große Hilfe. Auch Enkelsohn Tom (20) hat sich vielfach bei den Ponys aufgehalten und seinem Opa geholfen. Die Reitponyzucht in Mecklenburg-Vorpommern verliert in Wolfgang Bahlke einen seiner Pioniere und Besten. Unser ganzes Mitgefühl gilt seinen Angehörigen.

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