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29. Mecklenburger Körtage

29. Mecklenburger Körtage

Redefin (FW, verändert und ergänzt durch PZV MV). Es war einmal mehr eine Show der Superlative. Die 29. Mecklenburger Körtage werden als das große Highlight im Zuchtjahr 2019 in MV in Erinnerung bleiben. Nicht nur weil es mit 83 Reitpferde und 14 PKS-Hengsten das bisher umfangsreichste Lot war das die Körkommissionen zu bewerten hatten. Vielmehr war es die Qualität der Reitpferdehengste aus allen deutschen und vielen europäischen Zuchtgebieten, die die Herzen echter Pferdekenner höherschlagen ließen. „Wo wird das noch hinführen“, sagte ein nicht namentlich bekannter Besucher auf den Rängen. Und weiter: „es kann doch gar keine Steigerung mehr geben“.

In der Tat – wer nicht dabei war hat etwas verpasst. Als der Dressursieger bei der Prämierung am späten Samstagabend auf den Ehrenrunden durch die immer noch gut gefüllte Halle schwebte, gab es neben frenetischem Beifall auch Tränen der Freude. Gefasster war dagegen Paul Schockemöhle, der in die Riege der Ehrenfront bei der Prämierung gebeten wurde. Es war sein Hengst, der in seinem Gestüt Lewitz gezogen und von seinem Mitarbeiter Christoph Hinkel präsentiert wurde, der als Sieger nicht hereinkam, sondern „erschien“, wie es Uwe Witt (Sanitz), der frühere Zuchtleiter des Verbandes, als Vorsitzender der Körkommission bei der Prämierung ausdrückte. Es handelt sich um den 168cm großen Sohn des Fürstenball aus einer Zonik x Sir Donnerhall I x Don Schufro-Mutter. Besser als dieser schwarzbraune Hengst kann sich ein Pferd nicht präsentieren. Er ist das Nonplusultra des Zuchtziels von Dressurpferden. Sein Körper lässt nicht die kleinsten Mängel erkennen und in der Bewegung werden bei echten Pferdemenschen die Augen feucht. Ein wahrer Sieger, der es mit allen Spitzenhengste auf den europäischen Körplätzen aufnehmen kann. Schon bei seinem ersten Auftritt bei der Pflastermusterung vermuteten die Umstehenden, dass es der Sieger werden könnte, den Paul Schockemöhle selbst aufstellen will. Fast allen der 47 Springhengste Springgenen wurden Sprünge bis auf das vorletzte oder letzte Loch der Oxerständer vorgesetzt und in der sechseinhalbstündigen Präsentation fiel eine einzige Stange. Auch ein Verdienst des Parcourskommandos unter Leitung von Springreiter Michael Nagel (Gadebusch), der mit seinem Team von Hallensprecher Claus Schridde gewürdigt wurde und dafür Sonderlob erhielt. 34 Springhengste wurden gekört, 4 erhielten eine Prämie. Einmal mehr war es René Tebbel (Emsbüren), der seine ganze Kunst in der Zucht, Aufzucht und Präsentation von Springhengsten offenbarte, aber auch „Dressur kann“ (Sprecher C.Schridde), wie sein prämierter Libertad-Sohn bewies. Zum Sieger wurde ein Sohn des Cascadello I nominiert. Der 171cm große Schimmel „eine statiöse Erscheinung mit überragenden Springvermögen“ (U. Witt), wurde von Detlef R. Hennings (Bendorf) aus einer Cassini x Corrado I x Locato-Mutter gezogen. Am Sprung war er hinsichtlich Spring-vermögen kaum zu übertreffen und darüber hinaus konnte er sich auch gut bewegen. Er zerriss sich förmlich in der Luft, zeigte einen großzügigen Bergauf-galopp und einen raumgreifenden Schritt.

Den ausführlichen Bericht zu den 29. Mecklenburger Körtagen können Sie unter www.pferdezuchtverband-mv.de unter der Rubrik „KÖRUNG 2019“ nachlesen.

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